Mehr Lärmschutz für die Anrainer der Innkreisautobahn A 8 war eigentlich der „Aufhänger“ der Pressekonferenz von Hiesl und Anschober. Doch aus der Ankündigung höherer Strafen für Lkw-Fahrer, die das nächtliche Tempolimit von 60 km/h überschreiten, wurde im Pressepapier eine generelle Geldstrafenerhöhung für jeden Schnellfahrer in Oberösterreich. 100 statt 21 Euro sollte demnach - zum Beispiel - die Überschreitung der allgemeinen Tempolimits (50, 100, 130 km/h) um weniger als 20 km/h kosten. Auch für andere Temposünden sähe dieses schwarzgrüne Papier saftige Straferhöhungen um fast das Fünffache vor.
Doch mittags wurde dieser Strafenkatalog für ungültig erklärt; die Publizierung dieses „ersten Expertenvorschlags“ sei ein Irrtum gewesen, ließen Hiesl und Anschober mitteilen. Nur für Lkw-Fahrer, die das nächtliche Tempolimit (von 60 km/h auf der A 8) überschreiten, plane man wegen des Lärmschutzes höhere Geldstrafen.
Erich Haider, SP-Chef und Verkehrsreferent des Landes, hält davon nichts: „Nur Einhausungen helfen den A 8-Anrainern.“ Außerdem träfen höhere Geldstrafen wieder nur die Schwächsten - nämlich die Lkw-Fahrer.
Foto: „Krone“













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