"Für den Krisenfall"

Klug besucht Assistenzsoldaten in Nickelsdorf

Österreich
25.09.2015 11:03
Verteidigungsminister Gerald Klug hat am Freitag in Nickelsdorf an der Grenze Soldaten im Assistenzeinsatz besucht. Der Einsatz zeige einmal mehr, dass das Bundesheer ein "unverzichtbares Instrument für den Krisenfall" sei, so Klug. Der Ressortchef strich dabei auch die Durchhaltefähigkeit des Heeres hervor, für den Fall, dass die Assistenzleistung länger dauere.

Seit 15. September unterstützen 1458 Soldaten der Kaderpräsenzeinheiten die Polizei dabei, das hohe Flüchtlingsaufkommen zu bewältigen. Zu ihren Aufgaben im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes gehören die Kontrolle von Personen und Fahrzeugen im Grenzbereich, die Sicherung von Verkehrswegen und Bahnhöfen sowie die Überwachung von Notunterkünften.

Derzeit befinden sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums zehn Kompanien im Assistenzeinsatz im Burgenland, in der Steiermark und in Kärnten. Das Bundesheer setzte bisher mehr als 200 Kraftfahrzeuge und 157 Lkws ein. Für Transport- und Aufklärungsaufgaben stehen drei Hubschrauber zur Verfügung. In Heeresliegenschaften in sechs Bundesländern sind derzeit rund 1000 Flüchtlinge untergebracht.

(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)
(Bild: GUNTER PUSCH/HBF)
(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

25 Busse und 25 Lkws für Transport eingesetzt
Für den Transport von Menschen, Gerät, Personal und Material sind bis zu 25 Großraumbusse und 25 Lkws eingesetzt. In der Verkehrsleitzentrale der ÖBB koordinieren Logistikoffiziere bundesweit den Transport auf Straße und Schiene. Bisher wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums mehr als 113.000 Kilometer zurückgelegt. Knapp 400 Heeresangehörige stehen im Rahmen der Unterstützungsleistung täglich im Einsatz, 250 sind in Rufbereitschaft und können jederzeit helfen.

Per Ministerratsbeschluss vom 14. September hatte die Bundesregierung entschieden, bis zu 2200 Soldaten in den Assistenzeinsatz zu schicken. Seit August unterstützt das Bundesheer darüber hinaus das Innenministerium im Rahmen eines Verwaltungsübereinkommens. Bisher wurden laut einer Zwischenbilanz mehr als 250 Zelte aufgebaut, Unterkünfte eingerichtet und Flüchtlinge mit mehr als 55.400 Tagesportionen verpflegt.

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