Pikant an dieser „Unternehmens“-Geschichte ist zweierlei: Vinaver, bald 80 und der große alte Mann der französischen Dramatik, schrieb „Über Bord Ende“ der Sechziger Jahre - und nahm Dinge wie Globalisierung und Freisetzung älterer Arbeitnehmer schon damals vorweg. Und: Vinaver arbeitete selbst jahrelang als leitender Manager bei Gillette - was er wiederum in „Über Bord“ in der Figur des heiter-klugen Spielmeisters beschreibt.
22 Darsteller sitzen, stehen, agieren auf der Bühne (Florian Parbs), eine imposante Ensembleleistung. Christian Wittmann ist der Spielmeister, der die Fäden - geschäftlich wie literarisch - in der Hand hält: eloquent, selbstironisch, ein bisschen abgehoben. Joachim Rathke als Vertreter, Katharina Solzbacher als Jiji, Bettina Buchholz als Margerie, Florian Müller-Morungen als Alex schälen ihre Figuren klar aus den vielen Verknüpfungen heraus. Zugegeben: Die dreieinviertel Stunden sind eine Zumutung - aber eine, die man sich antun sollte!
Foto: Christian Brachwitz













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