Mi, 23. Jänner 2019

Weltweite Trauer

22.09.2015 12:22

Großer Bayern-Fan auf Flucht in Ägäis ertrunken

Tausende Menschen sind heuer bereits bei Fluchtversuchen über das Mittelmeer nach Europa ertrunken. Die Mehrheit der Schicksale bleibt im Verborgenen, wir kennen die Gesichter nicht. Lediglich einige wenige Fälle schaffen es an die Weltöffentlichkeit. Zuletzt herrschte Entsetzen über den in der Türkei an Land gespülten dreijährigen Aylan. Nun trauert die Fußballgemeinde - vor allem in Deutschland: Die junge Syrerin Nawf Sattah, ein großer Fan des FC Bayern, ist auf ihrer Flucht nach Europa ertrunken.

"Nawf Sattah, ein großer Bayern-Fan, ist auf der Flucht aus Syrien im Meer ertrunken. Unser herzliches Beileid!", schrieben die Betreuer der Fanseite des deutschen Rekordmeisters in der Nacht auf Dienstag auf Twitter.

"Sinnlose Opfer der europäischen Flüchtlingspolitik"
Das Mitgefühl unter den Fans ist groß. Viele User wünschen Sattah, sie möge "in Frieden ruhen". Einige fragen sich, wann die Flüchtlingskrise gelöst wird und es keine "sinnlosen Opfer der europäischen Flüchtlingspolitik" mehr gibt. "Einfach unfassbar, was wir, die so hoch entwickelte EU, vor unserer Haustür geschehen lassen", drückte es ein Fan des FC Bayern in einem Posting aus.

Die junge Frau war offenbar mit ihrem Boot vor der griechischen Küste gekentert und ums Leben gekommen. Über die näheren Umstände des Unglücks gibt es keine Information.

Krisentreffen der EU-Innenminister
Bei einem Krisentreffen in Brüssel wollen die EU-Innenminister am Dienstag erneut einen Kompromiss zur Verteilung von weiteren 120.000 Flüchtlingen suchen. Das Thema bleibt umstritten: Ungarn und andere mittel- und osteuropäische Staaten lehnen feste Verteilschlüssel ab. Eine solche Quote gilt daher als nicht durchsetzbar. Das Ziel lautet, dass sich möglichst viele Länder an der Aktion beteiligen sollen. In einem Beschlusspapier für das Treffen ist vorgesehen, dass Staaten, die keine Flüchtlinge per Quote aufnehmen wollen, zumindest einen finanziellen Beitrag leisten.

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