18 Infektionsherde
Vogelgrippe in Rumänien breitet sich weiter aus
Das auch für Menschen gefährliche Virus war eine Woche zuvor in zwei großen Geflügelbetrieben im siebenbürgischen Ort Codlea nahe der Kreisstadt Brasov ausgebrochen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums hat sich die Seuche vor allem deshalb weiter ausgebreitet, weil lebendes Geflügel aus Codlea unkontrolliert verkauft wurde.
71 Infektionsherde seit Oktober
16 der 18 bestätigten H5N1-Herde liegen im Kreis Brasov. Die weiteren Verdachtsfälle erstrecken sich auf Orte in der Karpatenknie-Region Vrancea, in den Südkarpaten bei Sibiu, Vâlcea und Buzau, sowie in der östlichen Region Bacau.
Seit Ausbruch der Vogelgrippe im Oktober 2005 hat Rumänien nunmehr insgesamt 71 Infektionsherde gemeldet. Davon waren bis zum 21. April 53 für beseitigt erklärt worden, nachdem dort alles Geflügel getötet worden war.
Arzt und Geflügelzüchter vorläufig festgenommen
Auch in den jetzt bestätigten Infektionsherden sowie in den Verdachtsorten sind Massentötungen des Nutzgeflügels im Gange. Die Geschäftsführer der zwei Betriebe in Codlea sowie ein Tierarzt wurden vorläufig festgenommen.
Ihnen wird vorgeworfen, durch Verschweigen von massivem Vogelsterben zur Verbreitung der Seuche beigetragen zu haben. Der Chef des Landesamts für Tiergesundheit und sein Stellvertreter wurden entlassen.



Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.