19.05.2006 08:56 |

Taifun "Chanchu"

3 Millionen Supertaifun-Opfer in China

Mindestens 23 Menschen sind durch Taifun "Chanchu" in Südchina ums Leben gekommen. Fast 10 000 Häuser wurden allein in der südchinesischen Provinz Fujian zerstört, wie die Nachrichtenagentur China News am Freitag berichtete. Der direkte wirtschaftliche Schaden wurde dort auf 3,8 Milliarden Yuan (370 Millionen Euro) beziffert. Drei Millionen Menschen seien in der Küstenprovinz betroffen gewesen, in der mindestens 15 Menschen ums Leben kamen.

Der Taifun war in der Nachbarprovinz Guangdong bei Shantou mit voller Wucht auf die Küste getroffen. Acht Menschen kamen nahe der Stadt durch einen Erdrutsch ums Leben, als ihre Häuser zerstört wurden. Der Supertaifun, der Windgeschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometer erreicht hatte, war der stärkste, der sich jemals so früh im Jahr im südchinesischen Meer gebildet hatte. Auf den Philippinen waren zuvor bereits rund 40 Menschen ums Leben gekommen.

Rund eine Million Menschen waren aus gefährdeten Küstengebieten an sichere Orte gebracht worden. Der Taifun war mit orkanartigen Winden und sintflutartigen Regenfällen nördlich von Hongkong auf die Küste getroffen. Auf den Philippinen hatte er rund 40 Menschen das Leben gekostet.