Falscher Fuffziger
Russischer Polizist isst Bestechungsgeld auf
Doch das schnelle Hinunterschlingen des verräterischen Mahles brachte nicht den gewünschten Erfolg. Ein Bezirksgericht in der südrussischen Region Tula verurteilte den Polizisten zu zwei Jahren Lagerhaft, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag in Moskau mitteilte. Das Bestechungsgeld in Höhe von 2000 Rubeln (75 Euro) war zuvor mit einer Spezialfarbe präpariert worden, dessen Spuren auf Hemd und Gesicht den kriminellen Polizisten verrieten.
In Russland gelten korrupte Verkehrspolizisten als weit verbreitetes Übel. Ehrliche Beamte sind so selten, dass sie mancherorts sogar ein Denkmal bekommen. Die Stadt Belgorod an der Grenze zur Ukraine verewigte ihren Vorzeigebeamten Pawel Gretschichin im Jahr 2004 in Bronze. Der Verkehrspolizist Gretschichin nahm angeblich nie Bestechungsgelder an und stellte sogar einmal seiner Ehefrau einen Strafzettel aus.



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