Herrliches Ballett

Bach zum Quadrat

Vier quadratische Flächen, darunter Menschen, die ihre Beziehungsnetze über die Bühne spannen. Jörg Mannes hat Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ in Gefühlsbilder umgewandelt, Mauro Bigonzetti verknüpft das „Pas de deux“ mit ausdrucksstarkem Tanz.

„Päludien und Fugen“ nennt Jörg Mannes seinen gelungenen Ballettabend am Linzer Landestheater. Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ ist die musikalische Folie, die rhythmusbetonend von Marc Pierre Toth am Flügel live gespielt wird. Vier abgesenkte weiße Flächen, die im Raum schweben, sind der Kontrapunkt zur aufwühlenden Gefühlswelt, die das Ensemble in einer fließenden Tanzsprache entwickelt. Liebe und Eifersucht, Individuum und Gruppe werden gegeneinander ausgespielt, ebenso klassisches Ballett und moderne Gesten.

Der Bühnenraum, der von Studierenden der Richtung „Industrial Design“ der Kunstuni entworfen wurde, sieht auch Spiegelflächen und Video vor. Diese kühlen Elemente binden Bach an die Gegenwart.

Mauro Bigonzetti, ein Gast aus Italien stellt ausgehend von Bach, Grieg und Rossini Varianten des Paartanzes auf die Bühne. Der Abend bleibt als gelungenes „Pas de deux“ rund um Bach in Erinnerung.

Weitere Vorstellungen: 13., 25. und 27.

 

 

Foto: Weigelt

Dienstag, 15. Juni 2021
Wetter Symbol