¿Schwarzes Gold¿

Teurer Sprit als wertvolle Beute

Oberösterreich
11.05.2006 22:29
Je teurer der Sprit, desto wertvoller scheint er als Beute zu werden: In Oberösterreich schlagen fast täglich Benzindiebe zu, rücken sogar mit kleinen Tankwagen dem „schwarzen Gold“ zu Leibe. Bei Tankstellen versuchen Gauner, die Überwachungskameras zu überlisten, um ohne zu bezahlen unerkannt zu flüchten.

„Wir haben diese Kriminalitätsform in drei Kategorien aufgeteilt“, berichtet Oberösterreichs Sicherheitsdirektor Alois Lißl: „Da gibt es die Benzindiebe, die bei Tankstellen ohne zu bezahlen davon fahren, dann jene, die aus geparkten Lastwagen  meist auf Autobahnrastplätzen  bis zu 400 Liter Sprit abzapfen, und schließlich die, die mit mobilen Tanks Baustellen abfahren und bei jedem Coup bis zu 2000 Liter Diesel aus Reservetanks von Aggregaten abzapfen.“

Seit Jahresbeginn wurden 24 Bezindiebstähle bei Tankstellen angezeigt. Die Dunkelziffer dürfte aber viel höher sein. „Wegen einem Beutewert von zwanzig bis fünfzig Euro streitet kaum ein Tankstellenpächter vor einem Zivilgericht dahin“, meint Georg Achleitner von der BP-Autobahntankstelle in Haid.

38 Mal wurden seit 1. Jänner Lkw-Fahrer Opfer professioneller Spritdiebe, 24 Mal wurden Tanks auf Baustellen geplündert - allein im Bezirk Perg wurden elf solcher Fälle angezeigt.

 

 

 

Foto: Christian Jauschowetz

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