Metals Technologies

Siemens-Mann wird Chef der VAI in Linz

Oberösterreich
09.05.2006 19:12
„Ich bin stolz, ein tolles Unternehmen in bestem Zustand zu übergeben“, zieht VAI-Chef Gerhard Falch Bilanz über die Eingliederung des Linzer Anlagenbau-Weltmarktführers in den Siemens-Konzern, die er gemanagt hat. Führen wird die „neue Welt von Metals Technologies“ aber ein deutscher Siemens-Mann.

Falch (58), der seit 27 Jahren in der VAI und seit sieben Jahren Vorstandsvorsitzender war, tritt mit 30. Juni zurück und wird Aufsichtsrat. Auf eigenen Wunsch, wie Brigitte Ederer, Generaldirektorin von Siemens Österreich, und Falch selbst betonen.

„Ich möchte leiser treten und Zeit für die Familie haben“, sagt der Mann, der die VAI aus der Krise geholt und zu einem Unternehmen gemacht hat, das 1,7 Milliarden Euro Umsatz hat und für nächstes Jahr 2,5 Milliarden anpeilt. 2000 Menschen beschäftigt die VAI in Linz, 4200 weltweit.

Bei Siemens macht sie 75 bis 80 Prozent vom Wert des neuen Bereichs „Metals Technologies“ aus, dessen Zentrum deshalb Linz bleiben soll – „unbefristet“, wie Ederer sagt. Der neue Chef wird aber nur Wahl-Linzer sein: Richard Pfeiffer (54), zurzeit „Industrial Plants-Chef“ im deutschen Erlangen. „Ein Konzern hat eine bestimmte Unternehmenskultur“, erklärt Ederer, warum ein Siemens-Mann das Ruder in Linz übernimmt.

 

 

 

Foto: Erich Petschenig

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