Warten auf Bush

Ahmadinedschad wartet auf Reaktion Washingtons

Ausland
09.05.2006 14:00
Einen Tag nach Bekanntgabe der ersten direkten Kontaktaufnahme zwischen einem iranischen und einem amerikanischen Präsidenten seit über einem Vierteljahrhundert wartet die Teheraner Führung nun auf eine Reaktion der USA. Es sei nun die Sache Washingtons über das weitere Vorgehen zu entscheiden, erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Dienstag vor einer Reise nach Malaysia. Er hatte am Vortag einen 18-seitigen Brief an US- Präsident George W. Bush geschickt.

Den Inhalt des Schreibens werde er nicht veröffentlichen, da dies gegen die islamische Ethik verstieße. Auch dies sei Sache der Amerikaner. Er könne nur sagen, dass der Brief die Haltung Teherans zu weltpolitischen Angelegenheiten und einige Lösungsvorschläge zu den Problemen enthalte, die im Augenblick die Welt beschäftigten.

Das Weiße Haus in Washington stufte das Schreiben aus Teheran als bedeutungslos ein. Es gehe gar nicht konkret um das iranische Atomprogramm, sagte US-Außenministerin Condoleezza Rice. US- Präsidentensprecher Scott McClellan erläuterte: "Es gibt da eine ganze Reihe von Bedenken, die die internationale Gemeinschaft hinsichtlich des (iranischen) Regimes hat, und der Brief scheint nicht im geringsten auf diese Bedenken einzugehen. Die USA und der Iran unterhalten seit 1980 keine direkten diplomatischen Beziehungen mehr.

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