Skandal in Schule

Lehrer ist ein Nacktmodel und darf unterrichten

Oberösterreich
11.05.2015 07:40
Wieder einmal beißt sich der oberösterreichische Landesschulrat an der Justiz die Zähne aus: Ein Lehrer, der äußerst explizite Nacktfotos von sich ins Internet gestellt hatte, wurde deswegen gekündigt. Wenig später hob das Arbeitsgericht die Kündigung wieder auf, der allzu freizügige Pädagoge darf nun an einer anderen Neuen Mittelschule im Großraum Linz wieder unterrichten.

Der Pädagoge posiert auf zahlreichen Fotoplattformen im Internet als Bodybuilder, verzichtet auf einigen Fotoserien aber völlig auf Unterwäsche und präsentiert sich im Adamskostüm. Der Lehrer hatte ursprünglich selbst gekündigt, um in den USA eine Beziehung zu führen. Als diese in die Brüche ging, kam er nach Oberösterreich zurück und wurde erneut eingestellt. Relativ bald stellte sich aber heraus, dass der Pädagoge als zeigefreudiges Nacktmodel zu bewundern ist, und er wurde prompt gekündigt. Doch das Arbeitsgericht hob die Entlassung auf, der Muskelmann bekam eine neue Schule zugewiesen, wo er derzeit unterrichtet. Allerdings gibt es nun auch dort Aufregung um den "sündigen" Lehr(er)körper.

Aktion schädigt Ansehen der Lehrerschaft
"Ja, es stimmt. Wir haben ihn gekündigt - und das Arbeitsgericht hat die Entlassung wieder aufgehoben. Uns ist nichts anderes übrig geblieben, als den Lehrer wieder einzustellen", bestätigt Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer auf "Krone"-Anfrage und sinniert: "Wäre er kein Vertragslehrer, sondern pragmatisiert, wäre dieser Pädagoge schon längst weg, da bin ich mir ziemlich sicher. Die Disziplinarkammer hätte ihn wegen Schädigung des Ansehens der Lehrer abserviert." Das sieht der Betreffende anscheinend selbst so. Beim Arbeitsprozess gab er zu, nicht damit gerechnet zu haben, wieder als Lehrer tätig zu sein. Sonst hätte er die verfänglichen Aufnahmen gar nicht ins Internet gestellt...

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