Dabei ist das Armutsrisiko unterschiedlich. Unter Erwerbstätigen liegt es bei acht Prozent, bei Männern werden elf Prozent ausgewiesen, Pensionisten liegen bei 13 und Frauen bei 14 Prozent. Auszubildende sind zu 19 Prozent armutsgefährdet, Arbeitslose liegen mit 32 Prozent an der - negativen - Spitze. Das bedeutet, dass Erwerbstätigkeit der wirksamste Schutz vor Armutsrisiken ist, heißt es in der Studie.
Ferner wurde erhoben, wie viel Netto-Einkommen den Haushalten insgesamt zur Verfügung steht. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von jährlich 16.969 Euro für einen Einpersonenhaushalt liegt man demnach genau im Mittelfeld. Das entspricht einem Monatsbetrag von 1.414 Euro. Das einkommensschwächste Viertel der österreichischen Bevölkerung verfügt über jährlich weniger als 12.868 Euro, das reichste Viertel kommt hingegen auf zumindest 22.404 Euro.
"Kein schönes Bild"
Als "kein schönes Bild" bezeichnete Caritas-Präsident Franz Küberl die jüngsten Zahlen zur Armutsgefährdung. Er ortete "dringenden, gemeinsamen Handlungsbedarf bei den politischen Verantwortlichen in Bund und Ländern, um die armen und armutsgefährdeten Menschen vom Rande der Gesellschaft in die Mitte zu holen."
Kapitulation vor der Armut
SPÖ-Familiensprecherin Kuntzl warf der Regierung vor, bei der Mindestsicherung säumig zu sein. Auch gebe keinerlei strukturelle Veränderungen zur Verhinderung von Armut. Der Grüne Sozialsprecher Öllinger sagte, Bundeskanzler Schüssel und Sozialministerin Haubner hätten schon lange vor der Armut kapituliert.
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