So, 23. September 2018

Grausame Tat in NÖ

03.04.2015 11:42

Junger gelähmter Feldhase in Mistkübel geworfen

Trauriger Fund vor Ostern: Eine Dame fand in Guntramsdorf in Niederösterreich einen jungen Feldhasen in einem Mistkübel. Sie brachte das Tier daraufhin umgehend ins Tierschutzhaus des Wiener Tierschutzvereins (WTV) in Vösendorf. Bei der Untersuchung durch die Tierärztinnen wurde festgestellt, dass die Wirbelsäule gebrochen und die Hinterbeine des armen Tieres gelähmt waren. Es bleib daher keine andere Wahl, als das Tier von seinem Leiden zu erlösen.

Es liegt die Vermutung nahe, dass das Tier von einem Hund angefallen worden sein könnte. "In den Mistkübel ist der Feldhase aber danach sicher nicht von selbst gehüpft. Das muss schon ein Mensch gewesen sein. Die logische Entscheidung wäre der sofortige Weg zu einem Tierarzt gewesen und nicht, das arme Tier einfach seinem Schicksal zu überlassen", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Nur durch das tapfere Eingreifen der Finderin des Feldhasen konnte ihm ein längeres Martyrium erspart bleiben, denn das Tier hätte trotz dieser schweren Verletzung noch mehrere Tage dahinvegetieren müssen und wäre wahrscheinlich verdurstet.

Rücksicht auf Wildtiere
Ob dieses traurigen Vorfalls möchte der WTV gerade in der aktuellen Jungtierzeit besonders bei Wildtieren die Bevölkerung um Vorsicht bitten. "Achten Sie bitte beim Spazieren gehen auf Ihre Hunde und vermeiden sie Kontakt mit Wildtieren, so gut es geht", so Petrovic. Jungtiere, so sie nicht offensichtlich schwer verletzt sind, sollten generell nicht von Menschenhand berührt oder mit nach Hause genommen werden. Dadurch geraten die Tiere in akute Lebensgefahr, denn nichts ist wichtiger als die mütterliche Fürsorge. Leider kommt es immer wieder, besonders bei Jungvögeln, zu Fehleinschätzungen besorgter Bürger, die den Tieren damit aber viel mehr schaden als nützen. "Nur wenn ein Wildtier wirklich offensichtlich schwer verletzt ist oder sich an einem Ort befindet, der nicht seinem Lebensraum entspricht, sollte man eingreifen", so Petrovic.

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