Mi, 15. August 2018

Vor North Carolina

03.04.2015 09:56

Segler nach fast zweimonatiger Irrfahrt gerettet

Eine mehr als zweimonatige Irrfahrt mit seinem manövrierunfähigen Segelboot hat ein US-Bürger relativ unbeschadet überlebt. Die Besatzung des in Deutschland registrierten Tankers "Houston Express" entdeckte den 37-jährigen Louis Jordan rund 300 Kilometer vor der Küste von North Carolina und nahm ihn an Bord.

Am Donnerstag brachte die US-Küstenwache den 37-Jährigen mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Norfolk. Sein Vater erklärte gegenüber US-Medien, dass es seinem Sohn gut gehe.

Louis Jordan wurde seit 29. Jänner vermisst. Er wollte zum Fischen hinausfahren, kehrte danach aber nicht mehr zurück. Warum das Segelboot havarierte, konnte der Vater des Schiffbrüchigen nicht sagen. Sein Sohn berichtete lediglich, er habe es nicht mehr reparieren können und sei dann hilflos abgedriftet. Ernährt habe er sich von Fischen, die er mit bloßen Händen gefangen habe, getrunken habe er Regenwasser. US-Medienberichten zufolge war das Boot gekentert, Jordan saß bei seiner Rettung auf dem Rumpf.

Erinnerungen an Jose Salvador Alvarenga
Jordans Schicksal erinnert ein wenig an den spektakulären Fall des Fischers Jose Salvador Alvarenga, der eine 13-monatige Odyssee überlebt hatte. Der aus El Salvador stammende Fischer war von Mexiko aus zur Haifischjagd aufgebrochen und nach einer Motorpanne hilflos auf dem Pazifik getrieben, bis er schließlich im Jänner 2014 auf den 12.500 Kilometern entfernten Marshallinseln strandete.

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