Fallenstellerin

Trapt

Spiele
21.03.2006 12:38
Ein schrecklicher Mord erschüttert das Königreich. Der König, der gerade um seine erst kürzlich verstorbene Gattin trauerte, wurde Opfer eines heimtückischen Anschlags. In der Prinzessin Allura ist schnell eine Verdächtige gefunden. All ihre Unschuldsbeteuerungen, dass ihre Stiefmutter sie zu unrecht des Mordes bezichtigt, helfen nichts. Als letzter Ausweg bleibt die Flucht. Die Gejagte landet schließlich in einem Schloss, dass von einer eigenartigen Macht bewohnt wird. Prinzessin und Schloss stellen den Eindringlingen nun gemeinsam perfide Fallen, um sich zu vor den Schergen der Stiefmutter zu schützen.

Statt selbst verschiedensten Fallen auszuweichen, geht es in diesem unkonventionellen Spiel darum, welche an den geeigneten Stellen im Schloss zu platzieren und darauf zu hoffen, dass sie zuschnappen.

Anfangs stehen nur wenige Räume und ein paar Fallen zu Verfügung. Im Verlauf des Spiels wird das Arsenal zusehends größer. Bonuspunkte gibt es für eine geschickte Kombination mehrerer Fallen, wobei das Opfer von einer zur nächsten taumelt und erst von der letzten zur Strecke gebracht wird. Werden mehrere Gegner auf einen Schlag erwischt, gibt das ebenfalls massig Zusatzpunkte.

Sind genügend Punkte eingefahren, lassen sich neue Fallen und Schlüssel für neue Räume kaufen. Da die anrückende Feindesschar zusehends anwächst, werden diese auch dringend benötigt. 

Neben dem Story-Teil steht noch ein Survival-Modus zur Auswahl, bei dem es einfach nur darum geht, möglichst lange zu überleben.

Technisch präsentiert sich "Trapt" zwiespältig. Einerseits sind die Hauptcharaktere und die Burg grafisch gut gelungen, andererseits sehen die Gegner alles andere als frisch aus. Zudem mischt sich zeitweise das PS2-typische Flimmern ins Bild. Die Cutscenes hätten auch durchaus mit weniger großen schwarzen Flächen auskommen dürfen, denn der sichtbare Bereich ist doch sehr klein.

Am meisten nervt jedoch die eigenwillige Kamera, die einem so manchen Misserfolg beschert - weil sie einfach überall hinzoomt, nur nicht so, dass man seine Gegner sehen und effektiv bekämpfen könnte.

Soundtechnisch gibt es nichts zu bemängeln, lediglich die fehlende Lokalisierung trübt etwas den Gesamteindruck, zumal nicht allzu viele Europäer der japanischen Sprache mächtig sein werden. Dadurch bleiben einem nur die englischen Untertitel, um der Story folgen zu können.

Fazit: Eine nicht mehr ganz neue, jedoch noch immer unkonventionelle Spielidee sorgt bei Trapt für einigen Spielspass, der durch die schlechte Kameraführung allerdings herbe Dämpfer erfährt. Schade ist auch, dass sämtliche Dialoge nur in Japanisch mit englischen Untertiteln vorliegen. 

Plattform: PS2
Publisher: Techmo
Krone.at-Wertung:  83%

von Harald Kaplan

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