15 Tonnen Hilfsgüter

¿Staatsbesuch¿ bei den Landlern

Oberösterreich
17.03.2006 17:48
Es waren einmal Tausende - nun gibt es nur noch etwa 300 „Landler“, die altösterreichischen Nachfahren von deportierten evangelischen Familien, in Siebenbürgen. Die Landlerhilfe unterstützt sie - und LH Josef Pühringer erfreute sie mit einem „Staatsbesuch“.

„Hab Sonne im Herzen…“ stimmen die alten Landlerinnen in Großpold an - und freuen sich, dass LH Josef Pühringer einmal nachschauen kommt, wie es den von Oberösterreich unterstützten Altösterreichern geht. Kurz gesagt: nicht gut. „Wir sehen, dass unsere Hilfe gebraucht wird. Denn insbesondere am Land draußen herrscht noch große Armut“, so Pühringers Eindruck vor Ort.

Hilfe traf auch anlässlich Pühringers Besuch wieder in den Landlerdörfern nahe Hermannstadt ein: Oberösterreichs Wirtschaft hofft nicht nur auf Marktchancen in den aufstrebenden Teilen Rumäniens, sondern spendete auch 15 Tonnen an Hilfsgütern, die die Firma Petschl aus Perg kostenlos hinuntertransportierte. In Großpold sind auch Zivildiener aus Österreich aktiv, derzeit zum Beispiel die Familie Fritsch aus Vöcklamarkt, die ihre drei kleinen Kinder mitgebracht hat. Die Eltern helfen mit, das Gymnasium mit deutschsprachigem Unterricht samt Internat aufrechtzuerhalten.

40 Schüler nutzen dort das Internat. Für sie sucht die Landlerhilfe Paten, die sich mit 100 bis 150 Euro jährlich engagieren. Nähere Informationen beim Verein der Landlerhilfe unter der Telefonnummer 0 732/ 60 50 20.

 

 

Foto: Werner Pöchinger

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