Tödliche Kälte

Winter bringt Osterhasen um!

Dieser Winter hat auch mit den Osterhasen kein Erbarmen: In Oberösterreich sind Zehntausende Junghasen wegen der Kälte und Nässe zum Tode verurteilt. Die Jäger befürchten, dass vom ersten und vielleicht auch zweiten Wurf dieses Jahres kaum ein Häschen überleben wird. Auch viele Rehkitze werden sterben.

„Bei guten Bedingungen haben Feldhasen schon im Februar Nachwuchs. Bis Ostern sollte schon die nächste Generation da sein, da Häsinnen während der Trächtigkeit wieder befruchtet werden können“, sagt Christopher Böck vom oö. Landesjagdverband. Diese Würfe sind meist klein, nur zwei Häslein stark. Heuer macht das Wetter den Feldhasen das Überleben besonders schwer. Sie erfrieren oder werden im Schnee von Raubtieren gefunden.

„Feldhasen können gleich nach der Geburt sehen, verstecken sich in der Deckung. Sie haben kein Nest wie Kaninchen. Die Mutter kommt auch nur einmal am Tag zum Säugen“, mahnt Böck, keine verwaisten Häslein mitzunehmen - sie sind kaum durchzubringen - oder nach ihnen zu sehen. Das vertreibt die Mutter, lockt Räuber an. Wie viele Hasen, die bis zu fünfmal im Jahr Nachwuchs haben, es gibt, ist unklar. Jährlich werden in OÖ etwa 55.000 gejagt,15.000 überfahren.

Auch Rehe haben Probleme: Sie bekommen statt zweier Kitze nur ein Bambi.

 

 

 

Foto: Sepp Pail

Sonntag, 09. Mai 2021
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