Die große Juju-Jagd, ein Wettstreit der verschiedensten Urwald-Völker, ist eröffnet. Neben den wilden "Omazonen", den beatboxenden "JibbaJabba" und dem fiesen Team "Schwarzer Nebel" sind diesmal auch Tak und sein Partner Lok am Start. Bevor der elf Level umfassende Wettstreit jedoch beginnen kann, verschlägt es Tak und Lok in ein Tutorial, in dem der Spieler mit den grundlegenden Funktionen der Steuerung vertraut gemacht wird.
Hier wird auch gleich die größte Neuerung des dritten Teils offenbart: Der Spieler steuert nicht mehr nur den kleinen Tak, sondern auch den größeren Partner Lok. Wie auch schon aus anderen Spielen bekannt, verfügt natürlich jeder Charakter über seine ganze individuellen Fähigkeiten: Lok kann nicht schwimmen, dafür aber vorzüglich klettern. Tak ist ein kleiner Schwächling, dafür aber ein begabter Zauberer. Hinzu kommt die Möglichkeit einfache Befehle zu erteilen (warten/ folgen) oder Tak von Lok auf den Arm nehmen zu lassen, um ihn auf einen höhergelegenen Vorsprung zu werfen.
Nach dieser kurzen Einführung kann die große Juju-Jagd dann auch schon beginnen. In einem erbitterten Rennen auf Zeit versuchen die Teams als erster durchs Ziel zu kommen. Während die zeitliche Begrenzung in den ersten Leveln noch keine große Hürde darstellt, so wird der Zeit-Druck im späteren Verlauf des Spiels immer größer. Wer beim Verstreichen der letzten Sekunde noch immer nicht im Ziel ist, der muss wieder von vorne anfangen. Ein mitunter mühsames Unterfangen, wenn man bedenkt, dass man an einem Level schon mal 30 Minuten zu kämpfen hat. Ein Erkunden der schmucken und großen Landschaften ist so auch kaum möglich.
Besonders hektisch wird es immer dann, wenn der künstlich gesteuerte Partner den Befehlen nicht nachkommt und seinen Dienst verweigert. So gibt es Passagen, in denen einer der beiden Helden einen Mechanismus auslösen muss, damit der andere Charakter weiterkommen kann. Wertvolle Sekunden können verstreichen, bis jeder endlich an seinem Platz steht. Im Zweispieler-Modus lässt sich dieses Problem jedoch ganz einfach umgehen: Per Klick kann sich ein zweiter Spieler jederzeit ins Geschehen einloggen. Ansonsten wird einem die gewohnte "Jump & Run"-Kost geboten: Jede Menge Hüpf- und Kletterpassagen, kleine Rätsel und viele Monster, von denen einige auf ihre ganz eigene Art und Weise um die Ecke gebracht werden wollen.
Durch das Sammeln diverser Items können schließlich Waffen, Mana oder die Gesundheit verbessert werden. Ebenso können Zaubertränke gebraut und Zaubersprüche (z.B. ein Gefrierschuss, Heilen oder Schild) erlernt werden. Am Ende eines jeden Kapitels wartet dann noch ein unterhaltsames Mini-Game auf den Spieler, in dem Tak und Lok beispielsweise in Autos durch eine Arena rasen dürfen. Kurzum: Für ausreichend Abwechslung ist gesorgt.
Grafisch präsentiert sich "Tak 3: Die große Juju-Jagd" wieder einmal in feinster Comic-Optik mit viel Liebe zum Detail. Da kann man auch getrost über den einen oder anderen Ruckler hinwegsehen. Besonderes Highlight des Spiels sind jedoch die schreiend komischen Zwischensequenzen, in denen das Duo Tak und Lok humoristische Glanzleistungen absolviert. Verbesserungswürdig ist hingegen die stellenweise recht bockige Kamera.
Fazit: Kleine Ruckler und eine mitunter lästige Kamera schmälern den ansonsten sehr guten Gesamteindruck von "Tak 3: Die große Juju-Jagd". Trotz allem bietet das Game soliden und abwechslungsreichen Spielspaß, der aufgrund des feinen Humors nicht nur kleine Spieler auf längere Zeit begeistern dürfte.
Plattform: GameCube (getestet), Xbox, PS2
Publisher: THQ
Krone.at-Wertung: 80%
von Sebastian Räuchle
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