Christa Höllhumer (41) kommt aus Traun, ging aber mit 20 fürs Studium der Kulturwissenschaft nach Graz. Sie ist Lektorin für Jugendkultur und Medientheorie, machte mit ihrer eigenen Firma „Museumsregie“, erhielt für die Gestaltung des Stadtmuseums Bad Radkersburg den Österreichischen Museumspreis. 2000 übersiedelte sie in die Kulturverwaltung der Grazer Landesregierung, was ihr allerdings auf Dauer nicht so behagte. Als Projektentwicklerin für Linz 2009 kann sie jetzt „endlich wieder kreativ arbeiten“.
Teamkollegin Gudrun Wallenböck (31) ist Architektin aus Graz. Auch sie hat konzeptionell und gestalterisch für Museen und Galerien gearbeitet, lebte eine Zeit lang in Mexiko. Für die Kulturhauptstadt Graz betreute sie 2003 unter anderem den Uhrturm-Schatten. Nach Linz kommt sie “wegen Martin Heller. Ich hab seine Expo miterlebt und wollte einmal mit diesem Menschen arbeiten.“
Derzeit sichten die beiden Frauen in den kargen Büroräumen in der Gruberstraße an die 300 Projektideen, die bereits jetzt für die Kulturhauptstadt vorliegen: „Wir kontaktieren alle, unabhängig, wie ausgereift die Sache schon ist“, werden die Vorschläge nummerisch abgearbeitet. „Wir sprechen mit allen, egal ob prominenter Künstler oder Alpenverein“, beschreiben sie das weite Feld der Ideen. Bis Mai soll einmal eine Grobstruktur gerastert sein, bis 2007 ein vorläufiger Programmentwurf stehen.
Foto: Wakolbinger
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