Schäden wie unterm Eis gestorbene Teichfische, verhungerte Sing- und Raubvögel oder andere Wildtiere sind nicht bezifferbar. Jetzt drohen ein Bienensterben und dadurch im Sommer weniger Honigproduktion. Die Tiere bräuchten neun Grad plus zum Ausfliegen und Entleeren ihrer Kotblasen. Da es so lange kalt ist, werden sie „ihr Geschäft“ im Stock verrichten - es drohen Krankheiten.
Die Kosten, die der Schneedruck verursacht hat, werden zum Großteil von den Versicherungen abgedeckt. Mit zehn Millionen Euro Auszahlungen rechnet etwa die „Oberösterreichische“, bei der etwa ein Drittel der betroffenen Gebäude versichert ist. „Oft wird ein gebrochener, kleiner Dachbalken extrem teuer, wenn für die Reparatur das halbe Dach abgedeckt werden muss“, sagt Dr. Helmut Rogl von der „Oberösterreichischen“.
Beim Land sind schon 400.000 Arbeitsstunden im Winterdienst angefallen - ein Drittel mehr als durchschnittlich. „Der Großteil dieser Mehrstunden werden aber im Sommer als Zeitausgleich abgebaut“, heißt es aus dem Büro des zuständigen LH-Stv. Franz Hiesl. Hier könnte der Winter sogar „billiger“ werden, da wegen der verzögerten Salzlieferung die Saline schon knapp drei Millionen Euro Pönale offen hat. „Und das Geld werden wir verlangen!“, gibt man sich unnachgiebig. Im Ennshafen ist nun ein privates Salzlager für 60.000 Tonnen Taumittel geplant. Im Sommer kauft das Land Salz billiger ein und wird dann Monatsmiete bezahlen.
Unschätzbar ist der Wert der 500.000 Stunden, die Feuerwehr und Bundesheer beim Schneeräumen leisteten. Unersetzbar das Leben zweier Männer, die beim Schaufeln den Tod fanden.
Foto: Chris Koller
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