Bitterkalter Sonntagvormittag. Die Schützen ihre Uniformjacken weiter zuknöpfen. Die Gewehre waren poliert, ein Schnapserl zum Wärmen erlaubt und die Militärmusik spielte auf. Die Schützen erinnerten an Anton Wallner, den Freiheitskämpfer aus Krimmler, an die blutigen Kämpfe im Jahr 1809 und seinen frühen Tod in einem Wiener Spital. Landesrat Heinrich Schellhorn ergänzte seinen Rückblick um eine Heldin anderer Art: Wallners Frau brachte 16 Kinder zur Welt.
Neue Medaille
Zwischen dem Glanz von Orden und Fahnenspitzen wurde stolz ein neues Ehrenzeichen präsentiert. Die Schützen haben eine Hans Paarhammer-Medaille entworfen, benannt nach ihrem langjährigen Dekan. Sie soll als höchste Auszeichnung in Gold, Silber und Bronze verliehen werden. Der Prälat nahm gerührt die erste Medaille entgegen: "Er ist seit den 80er-Jahren unsere Aushängeschild", gratulierte Landeskommandant Franz Meißl und meinte: "Es muss nicht nicht immer jemand sein, der seit Jahren nicht mehr unter uns weilt." Landeshauptmann Wilfried Haslauer betonte: "Die Schützen halten die Balance zwischen Traditionsbewusstsein und Zukunftsorientierung. Sie prägen den Zusammenhalt in der dörflichen oder städtischen Gemeinschaft."
Das Verdienstzeichen des Landes wurde gleich sieben Mal verliehen. Unter den Geehrten: Georg Reiter von den Historischen Landwehrschützen Wals, die sich erst 1999 neu gründeten. Begeistert ist auch er von der Idee einer Paarhammer-Medaille: "Er bringt den richtigen Sinn der Schützen unter die Leute."








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