Zweiter Jahrestag
Gedenken an die Terroropfer von Madrid
Dort wurde auch die zentrale Gedenkfeier mit Ministerpräsident Zapatero und den Spitzen der politischen Parteien abgehalten. In dem Park wächst auch der "Wald der Erinnerung" aus Olivenbäumen und Zypressen, die für die Opfer der Anschläge gepflanzt wurden.
Ansprachen gab es auf Bitten der Opferverbände nicht. Stattdessen legten zwei Kinder einer Madrider Waisenschule - ein algerisches Mädchen und ein spanischer Bub - zu den Klängen eines Violoncello-Konzerts einen Blumenkranz nieder. Danach hielten die Gäste fünf Schweigeminuten ab. Auch Zapatero und weitere Politiker legten Kränze nieder.
Auch auf den Bahnhöfen, an denen am 11. März 2004 zahlreiche Tote zu beklagen waren, gedachten hunderte Menschen schweigend der Opfer. Einige hielten Blumen in der Hand, viele weinten. In diesem Jahr beteiligten sich jedoch weit weniger Spanier an den Gedenkfeiern als am ersten Jahrestag der Anschläge.
Zehn Bomben gezündet
Bei dem blutigsten Anschlag in der Nachkriegsgeschichte Spaniens hatten islamistische Terroristen vor zwei Jahren zehn Bomben in vier Madrider Vorortzügen praktisch zeitgleich gezündet. Zu den Explosionen hatten sich Anhänger des Terrornetzwerks El Kaida bekannt.
Zwei Jahre nach dem Blutbad sind immer noch fast 500 der Opfer in medizinischer oder psychologischer Behandlung. Die Ermittlungen zu den Terroranschlägen stehen kurz vor dem Abschluss.
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