10.03.2006 16:19 |

Erschütternd

1,3 Mio. Südamerikaner sind Sklaven!

Mehr als 1,3 Millionen Menschen in Lateinamerika leben unter Bedingungen, die der Sklaverei ähneln! Dieses erschütternde Faktum präsentierte ein Wissenschaftler auf einer Agrarkonferenz in Brasilien: Besonders betroffen ist ihm zufolge die indianische Urbevölkerung in Peru, Bolivien und Paraguay, wo skrupellose Großgrundbesitzer ganze Familien mit fiesen Verträgen zur harten Arbeit verpflichten.

Die Großgrundbesitzer und Rancher beuten die Hilfsarbeiter gnadenlos aus: In Peru werden laut dem Anthropologen Eduardo Bedoya ungefähr 20.000 Indianer beim Holzfällen im Amazonas-Gebiet wie Sklaven gehalten.

Mit Verträgen abhängig gemacht
Anwerber verpflichten ganze Familien für sechs bis zwölf Monate zur Arbeit, bei der die Menschen dann wie Gefangene behandelt werden. Aus ihrer verzwickten Situation können sie sich nur schwer befreien.

Ureinwohner werden schamlos ausgenützt
Aber auch in anderen Ländern Südamerikas werden Ureinwohner unverschämt ausgenutzt: In Bolivien werden Indio-Zwangsarbeiter auf Zuckerrohrplantagen eingesetzt, vor allem Indianer vom Stamm der Guarani müssten in Paraguay auf Farmen schuften. Nach Schätzungen verschiedener Organisationen werden in Brasilien zwischen 20.000 und 50.000 Menschen durch Zwangsarbeit ausgebeutet!


Foto: APA