Fall in Wr. Neustadt

Wiener Grüne: “Hilfe für FPÖ hier undenkbar”

Österreich
16.02.2015 14:20
"Die Grenze der Nichteinmischung ist erreicht" - so beginnen Wiens Grüne ihre Kritik an den Parteifreunden in Wiener Neustadt, die plötzlich eine Stadtregierung aus ÖVP und FPÖ unterstützen. "Für uns wäre das undenkbar", sagt Maria Vassilakou. Der in Niederösterreich angerichtete Imageschaden ist beträchtlich.

Die neue ÖVP-FPÖ-Achse übernahm am Wochenende mit grüner Hilfe das Bürgermeisteramt in Wiener Neustadt. Der langjährige SPÖ-Stadtchef ist jetzt in der Opposition. Die kommunalpolitischen Turbulenzen in der 42.000-Einwohner-Stadt belasten nun aber auch die Grünen in Wien: Denn wer in Wiener Neustadt der FPÖ hilft, der könnte das ja vielleicht auch in der Bundeshauptstadt ausprobieren...

So sind SPÖ-Politiker über den Imageschaden der Grünen nicht wirklich unglücklich: "Die Grünen verkaufen für die Zusage, eine weitere Fuzo bauen zu dürfen, ihre politische Gesinnung. Und vielleicht auch noch gleich Karten für den nächsten Akademikerball?"

Klar, dass jetzt im Wahljahr Wiens Grüne sauer auf ihre niederösterreichischen Kollegen sind. So schreibt Martin Margulies in seinem Blog: "Sorry, es gibt Grenzen. Ich kann nur hoffen, dass die ganze Aktion einfach gedankenlos war. Wegen einem Vorsitz in einem Ausschuss und einem autofreien Hauptplatz den Cordon sanitaire rund um die FPÖ zu durchbrechen, ist wohl mehr als absurd."

Vassilakou: "Wir helfen der FPÖ sicher nicht!"
Und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou stellt im Gespräch mit der "Krone" klar: "Nie wieder FPÖ in der Regierung. Es muss stets inhaltliche Abgrenzung geben. Wir würden in Wien niemals die FPÖ unterstützen."

P.S.: Die Wiener FPÖ stellt zwar drei "nicht amtsführende" Stadträte, sie können jedoch nicht die Regierungsarbeit beeinflussen.

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