Fr, 17. August 2018

Ukraine-Krise

13.02.2015 21:47

USA: Russen liefern weiter Waffen an Separatisten

Kurz vor Beginn einer angekündigten Waffenruhe in der Ostukraine haben die USA Russland vorgeworfen, weiter schwere Waffen in die Ostukraine zu verlegen. Das russische Militär habe trotz des vereinbarten Friedensplans "eine große Menge an Artillerie und mehrere Raketensysteme" in die von den prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiete gebracht, sagte die US-Außenamtssprecherin Jen Psaki am Freitag.

Russische Einheiten an der Grenze würden laut Washington außerdem Nachschublieferungen für die Separatisten vorbereiten. Dies sei "eindeutig nicht im Sinn" der Vereinbarung von Minsk. Die Vereinigten Staaten seien "sehr besorgt" über die anhaltenden Kämpfe in der Region, sagte Psaki weiter. Die Regierung in Kiew hatte bereits am Donnerstag vermeldet, dass während des nächtlichen Verhandlungsmarathons vor der nunmehrigen Einigung auf einen Friedensplan rund 50 russische Panzer die Grenze zur Ukraine überquert haben sollen.

Heftige Kämpfe trotz Friedensplan
Nach Angaben der ukrainischen Armee und der Separatisten wurden binnen 24 Stunden mindestens 27 Zivilisten und Soldaten getötet. Am heftigsten waren die Gefechte um den wichtigen Bahnknotenpunkt Debalzewe. Die prorussischen Rebellen wollten noch vor der Waffenruhe über Debalzewe sowie über der Hafenstadt Mariupol "ihre Flagge hissen", sagte der stellvertretende ukrainische Verteidigungsminister Petro Meched. "Die Ukraine erwartet eine Eskalation und ergreift alle notwendigen Schritte, um darauf reagieren zu können", betonte er.

Die Kiewer Regierung und die prorussischen Rebellen hatten sich am Donnerstag nach einem Verhandlungsmarathon auf ein "Maßnahmenpaket" zur Umsetzung der Minsker Verträge von Anfang September verständigt. Die Waffenruhe tritt am Sonntag 0 Uhr (Samstag 23 Uhr MEZ) in Kraft. Zudem wurden der Abzug schwerer Waffen und die Einrichtung einer Pufferzone vereinbart. Seit Beginn der Kämpfe im Osten der Ukraine im vergangenen Frühjahr wurden fast 5.500 Menschen getötet und 13.000 weitere verletzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Seien Sie live dabei!
Ganz Linz feiert mit der „Krone“
Oberösterreich
Nach Hinspiel-Pleite
4:0! Rapid wendet Aus in der Euro-League-Quali ab
Fußball International
Europa-League-Quali
Irre Wende! Neun-Tore-Wahnsinn in St. Petersburg
Fußball International
Unglückliches Aus
Last-Minute-Schock! LASK verpasst Sensation
Fußball International
Locker weiter
Sabitzer trifft bei Leipzig-Remis in EL-Quali
Fußball International
Fußmarsch zum Stadion
Bratislava-Fans stoppen U-Bahn vor Rapid-Match
Fußball International
Eklat in Linz
Besiktas-Fans randalieren! Polizei stürmt Tribüne
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.