Pröll schlägt Alarm:

“Bis zum Jahresende über 40.000 Flüchtlinge”

Österreich
29.01.2015 16:50
Nicht abreißender Flüchtlingsstrom, derzeit bereits 32.800 in Österreich aufgenommen, und wenn der Zuzug weiter anhält, werden es Ende des Jahres über 40.000 sein. Grund genug für Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, Alarm zu schlagen: Er sagt im "Krone"-Gespräch: "Die Last können wir nicht tragen."

Pröll ist deshalb auch zuständig, weil er heuer den Vorsitz der Landeshauptleutekonferenz übernommen hat. Seine Amtskollegen wird er für Mitte Februar zu einer Krisensitzung zusammentrommeln. Es geht dabei nicht nur um die gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf alle Bundesländer (liegt derzeit noch im Argen), sondern auch darum, Personen, die sich als Flüchtlinge ausgeben, in Wirklichkeit aber keine sind, möglichst rasch wieder in ihre Herkunftsländer zurückzuschicken.

Immer mehr "Scheinflüchtlinge"
Laut einer Analyse des Innenministeriums handelt es sich bei den "Scheinflüchtlingen" um Personen aus dem Kosovo und aus Serbien - beides Länder, die auch international als sichere Drittstaaten gelten.

2014 sind aus diesen beiden Staaten 2.000 Menschen zu uns gekommen und haben um Asyl angesucht. Als Asylwerber anerkannt wurde nur ein Bruchteil von ihnen, der Rest zurückgeschickt - doch die langen Asylverfahren haben dazu geführt, dass die Menschen auch länger in Österreich untergebracht werden mussten.

Pröll: "Innerhalb weniger Tage zurückschicken"
Erwin Pröll unterstützt deshalb gegen den üblichen Widerstand von Asyl-Advokaten die möglichst rasche Abschiebung von Kosovaren und Serben in ihre Heimatländer.

Pröll zur "Krone": "Allein jetzt im Jänner sind wieder 900 Personen aus den beiden Ländern zu uns gekommen und haben um Asyl angesucht. Die müssen in Schnellverfahren innerhalb weniger Tage zurückgeschickt werden. Hätten wir die 900 nicht bei uns in Österreich, dann wäre die Aufteilung der echten Flüchtlinge auf alle Bundesländer kein so großes Problem."

"Das Häupl gegebene Versprechen hält"
Was das Bürgermeister Michael Häupl gegebene Versprechen betrifft, bis Ende Jänner mehrere Hundert in der Bundeshauptstadt zusätzlich aufgenommene Flüchtlinge auf andere Bundesländer aufzuteilen, so ist Pröll "sicher, dass das Mitte nächster Woche erledigt ist". Die letzte Warnung Erwin Prölls: "Auch aus der Ukraine könnte uns bald ein Zulauf drohen..."

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