Für den Tiroler Hackathon rauchten im Glashaus beim Innsbrucker DEZ am Donnerstag und Freitag die Köpfe von rund 200 Studierenden. Sie wollen ungewöhnliche Ansätze für reale Probleme finden. Spannende Ansätze gab es einige ...
Eine Parkfläche in der Größe eines Tisches samt bunten Autos strapaziert das Gehirn der Studenten. In Kooperation mit der Wattener Firma Bernard Technologies wollen sie die Stellplatzvergabe optimieren. „Kameras scannen die Fahrzeuge – vom Kleinwagen bis zum SUV. Die Nutzung des Platzes soll dann deutlich effektiver werden“, erklärt Christoph Meyer von der FH Kufstein.
Neue Wege für den Klettersport
Nebenan versuchen Tüftler des Projektes „Artrock“ neue Ansätze in die Welt des Kletterns zu bringen. „Wir haben fünf Klettersportler und vier Leute, die davon gar keine Ahnung haben. Gerade von letzteren kommen die unkonventionellsten Ideen, es ist aber auch manche ,Spinnerei’ dabei“, lacht Markus Kirchler. Ziel ist eine App für jeden, die bei der Routenwahl behilflich ist und irgendwann richtige und falsche Griffe anzeigt – akustisch mit einem Signalton oder eingeblendet in einer smarten Brille.
Technische Kompetenz mit Informatik und Naturwissenschaft ist nötig, doch das Menschliche ebenso – etwa Teamgeist und Kommunikation.
Michael Mairhofer, Geschäftsführer der IV Tirol
Bekannte Tiroler Firmen im Boot
Der Hackathon vereint 200 Studierende mit etwa 15 Tiroler Firmen – Tiwag, Swarovski, Med-El, Thöni, Egger, Sparkasse usw. Die Unternehmen stellen die kreativen Köpfe vor Probleme aus der realen Wirtschaftswelt, der Weg zur Lösung kann höchst kreativ sein. „Man unterschätzt, was an einem Tag möglich ist“, freute sich KI-Experte Florian Steiner.
Schon in wenigen Jahren wird auch kein Handwerker mehr ohne die Nutzung der Künstlichen Intelligenz (KI) auskommen.
Florian Gschwandtner, Runtastic-Gründer
Das Menschliche bleibt trotz aller Technik
Michael Mairhofer, Geschäftsführer der IV Tirol, hob trotz aller technischer und digitaler Kompetenz der Arbeitsgruppen hervor, dass es hier auch um Teamgeist und Kommunikation gehe. Als Motivator brachte Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner seine Botschaft an: „Wir haben kaum Bodenschätze in Österreich. Es geht um unser Hirn – und nun um die Nutzung der KI.“ Schon in wenigen Jahren werde diese auch bei jedem Handwerksbetrieb unverzichtbar sein. „Eine Wissensgesellschaft“, nennt dies alles Tiwag-Vorstandsdirektor Michael Kraxner. Man darf gespannt sein, wie weit es die eine oder andere Hackathon-Lösung schafft.
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