09.03.2006 18:12 |

Falscher Ehrgeiz

Franzose vergiftet Tennis- Gegner seiner Kinder

Ein 45-jähriger Franzose ist zu acht Jahren Haft verurteilt worden, weil er aus Ehrgeiz die Tennis-Gegner seiner Kinder mit Beruhigungsmitteln in der Wasserflasche außer Gefecht gesetzt hat. Der Mann wollte seine Tochter und seinen Sohn bei Turnieren siegen sehen.

Der Prozess gegen den ehemaligen Hubschrauberpiloten hatte viel Aufsehen erregt, da ein 25-jähriger Lehrer offensichtlich unter dem Einfluss des Beruhigungsmittels nach einem Tennismatch eingeschlafen war und tödlich verunglückte.

Das Geschworenengericht der südwestfranzösischen Landes-Region folgte mit seinem Urteil am Donnerstag in Mont-de-Marsan weitgehend dem Staatsanwalt. Dieser hatte acht bis zehn Jahre Gefängnis gefordert.

Der ehrgeizige Vater war angeklagt, bis zum Jahr 2003 insgesamt 27 jungen Tennis-Gegnern seiner damals 13 Jahre alten Tochter Valentine und des 15-jährigen Sohnes Maxime die Mittel ins Wasser gegeben zu haben. Neun der betroffenen Jugendlichen waren unter 15 Jahre alt. Die Tochter des Piloten gehörte zu den französischen Nachwuchsstars.