Nebel und Ablenkung werden zu Gefahren auf den steirischen Straßen. Bei knapp 5600 Verkehrsunfällen wurden 2025 mehr als 7000 Personen in der Steiermark verletzt. Das Land startet am Montag mit einer neuen Kampagne, die an die Rücksicht der Autofahrer appelliert.
Bei knapp 5600 Verkehrsunfällen wurden im Jahr 2025 mehr als 7000 Personen auf den steirischen Straßen verletzt. 68 Menschen verloren dabei ihr Leben. Im heurigen Jahr zählt die Steiermark bereits 57 Tote bei Verkehrsunfällen. Es beginnt aber erst eine besonders gefährliche Jahreszeit im Straßenverkehr.
Im Herbst und Winter wird oft dichter Nebel zur Gefahr für Autofahrer. Laut ÖAMTC sind 135 Unfälle mit Personenschaden aus dem vergangenen Jahr als Nebelunfälle einzustufen. Die Hauptursachen sind dabei eine nicht an die Witterung angepasste Geschwindigkeit und zu wenig Abstand zum vorderen Fahrzeug: „Viele Autofahrer orientieren sich instinktiv am Rücklicht des vorausfahrenden Fahrzeugs. Das vermittelt eine trügerische Sicherheit und führt gerade auf Freilandstraßen und Autobahnen häufig zu einem viel zu geringen Abstand“, warnt Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.
Das Tempo zu reduzieren, den Abstand zu vergrößern, vorausschauend zu fahren und Ablenkungen zu vermeiden sind dabei nur einige Tipps, die laut Experten für eine sichere Fahrt sorgen.
Unser Ziel ist klar: Jeder, der sich in der Steiermark auf den Weg macht, soll auch wieder sicher nach Hause kommen.

Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ)
Bild: Christian Jauschowetz
Land startet neue Kampagne
Weniger Ablenkung und mehr Rücksicht am Steuer stehen auch im Mittelpunkt einer neuen Verkehrskampagne des Landes Steiermark, die heute startet. „Manchmal ist es wichtiger, aufeinander Rücksicht zu nehmen, als auf seinem Recht zu bestehen“, sagt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ).
Mit provokanten Botschaften wie „Mein Vorrang war mir wichtiger als dein Leben“ soll die Aktion deutlich machen, welche schwerwiegenden Folgen alltägliche Entscheidungen im Straßenverkehr haben können. Unter dem Motto „Perspektivenwechsel“ wird Autofahrern vor Augen geführt, wie entscheidend das eigene Verhalten bei gefährlichen Situationen ist.
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