Hilfsaktion

Eine bis heute anhaltende Welle der Solidarität

Ombudsfrau
01.11.2026 06:00

Aus der Idee, Menschen zu helfen, die sich das Heizen ihrer Wohnung nicht leisten können, ist vor 20 Jahren unsere Hilfsaktion „Ein Funken Wärme“ entstanden. Die damalige Schirmherrin Nora Frey erinnert sich an den Anfang.

„Als wir vor 20 Jahren mit ,Ein Funken Wärme’ begonnen haben, wollten wir Menschen helfen, für die eine warme Wohnung keine Selbstverständlichkeit war“, erinnert sich die damalige Schirmherrin Nora Frey an den Anfang. Sie habe Armut in einem Ausmaß gesehen, die sie in Österreich nicht für möglich gehalten habe.

„Müssen etwas tun“
„Wir sind in kleinem Rahmen zusammengesessen und haben uns überlegt, dass wir etwas tun müssen. Niemand hat gewusst, ob das funktionieren wird“, erzählt Susi Biró, die die Aktion damals „Krone-Redakteurin begleitet hat. Dass daraus eine Lawine der Solidarität entstanden ist, erfüllt beide mit Stolz.

„Dass es sie nach 20 Jahren noch immer braucht, macht mich allerdings auch nachdenklich“, so Nora Frey weiter. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir 20 Jahre später noch immer Spenden sammeln müssen, damit Menschen in Österreich nicht frieren“. Die Kosten für Heizen und Energie sind den letzten Jahren enorm gestiegen. Hier wäre unsere Regierung dringend gefragt, geeignete Maßnahmen zu setzen.

Caritas

Große Resonanz von Anfang an
„Ich erinnere mich jedenfalls an die große Resonanz auf den ersten Spendenaufruf. Beeindruckend, wie viele Menschen helfen wollten“. Dass diese Welle der Solidarität anhält und wir weiterhin mit gemeinsam der Caritas helfen können, dafür danken wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser!

„Ohne Heizung halte ich es nicht aus“
Einer jener Menschen, die diese Hilfe brauchen, ist Eberhard H. aus Wien. Der 78-Jährige lebt allein in einer kleinen Wiener Gemeindewohnung, die er nur mit fremder Hilfe verlassen kann. Früher war er viele Jahre als Bewährungshelfer tätig. Seit einer Erkrankung ist er arbeitsunfähig und auf Mindestpension sowie Pflegegeld angewiesen.

Eberhard H. aus Wien aufgrund einer hohen Heizkostenjahresrechnung nicht weiter. Er konnte dank ...
Eberhard H. aus Wien aufgrund einer hohen Heizkostenjahresrechnung nicht weiter. Er konnte dank der Spenden unterstützt werden.(Bild: Johannes Hloch)

Die Bauchspeicheldrüse musste entfernt werden, das linke Bein ist taub, beide Füße gelähmt. Zweimal pro Woche kommt ein Heimhelfer. Für Herrn H. mehr als praktische Hilfe. „Oft ist er die einzige Person, mit der ich mich unterhalten kann.“ Am Monatsende bleibt kaum Geld übrig.

Dank Unterstützung wieder mehr Hoffnung
Besonders schwer wiegen die Energiekosten. „Ich sitze die meiste Zeit in meiner Wohnung fest. Ohne Heizung halte ich es nicht aus.“ Als letzten Herbst eine hohe Jahresabrechnung ins Haus flatterte, wusste Herr H. nicht weiter. Dank „Ein Funken Wärme“ fand er Hilfe. „Der Oktober ist für mich ein Horror-Monat mit den Jahresabrechnungen. Zu wissen, dass es Unterstützung gibt, macht mich hoffnungsvoller und nimmt mir die Angst vor dem nächsten Winter.“

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