Allerheiligen und Allerseelen nutzen viele Menschen in Österreich, um auf Friedhöfe zu gehen und Verstorbenen zu gedenken. Am Sonntag, 1. November, finden dort oft auch Veranstaltungen statt – zum Beispiel ein Gedenkmarsch für die Opfer des Kampfes gegen den Austrofaschismus und Nationalsozialismus am Wiener Zentralfriedhof (ab 9.30 Uhr).
In Wien haben die Friedhöfe am Sonntag und Montag jeweils von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Die Nebentore würden aus organisatorischen Gründen bis zu einer Stunde später geöffnet beziehungsweise bis zu einer Stunde früher geschlossen werden, heißt es auf der Website der Friedhöfe Wien. Zudem ist zu beachten, dass die Einfahrt auf die Friedhöfe mit dem Auto am 1. November nicht möglich ist. Auch der Fahrradverkehr ist je nach Friedhof nicht beziehungsweise nur eingeschränkt erlaubt, da mit mehr Besucherinnen und Besuchern als üblich gerechnet wird. „Aus demselben Grund fährt auch unser E-Bus am Wiener Zentralfriedhof nicht“, wird mitgeteilt.
In anderen Bundesländern schließen die Tore teils früher als um 18 Uhr: In Linz (Oberösterreich) und Innsbruck (Tirol) haben die Friedhöfe zum Beispiel bis 17 Uhr geöffnet. In ländlicheren Regionen ist teils bereits um 16 Uhr Schluss. Manch andere Friedhöfe in Österreich können hingegen länger besucht werden als sonst. Dazu zählt etwa der Sebastiansfriedhof in der Stadt Salzburg, der am 1. November bis 21 Uhr geöffnet ist (ab 9 Uhr). Der Kommunalfriedhof, die Friedhöfe Gnigl, Maxglan, Morzg und Aigen sind gar von 1. November, 7 Uhr bis Montag, 2. November, 19 Uhr durchgehend offen. Die genauen Öffnungszeiten sind oft online bei der jeweiligen Verwaltung oder Gemeinde zu finden.
Das wird gefeiert
Am 1. November erinnert die katholische Kirche an alle Heiliggesprochenen, aber auch daran, dass jede und jeder Gläubige nach der Lehre der Kirche zu Heiligkeit berufen sind. Daraus wurde die Tradition, aller Toten zu gedenken, obwohl der eigentliche Totengedenktag Allerseelen am 2. November ist. Christliche Feste zum Gedenken gibt es bereits seit dem 2. Jahrhundert.
Heutzutage besuchen viele Menschen an den beiden Tagen ihre Verstorbenen am Friedhof, schmücken die Gräber mit Blumen und zünden Lichter an. Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) hat jetzt in einer Aussendung darauf hingewiesen, dass LED-Grablichter getrennt von floralem Grabschmuck entsorgt werden sollten. Während aus alten Kränzen und Gestecken wertvoller Biomüll entstehen könne, gehörten kaputte LED-Kerzen zum Elektroschrott, heißt es. Sie müssten also entweder am Kaufort oder in Altstoffsammelzentren entsorgt werden. Dasselbe gilt für die Batterie.
Für Einweg-Grablichter aus Wachs gibt es an vielen Friedhöfen Sammelbehälter, sonst kommen sie in den Restmüll. Kränze und Bestecke müssten zerlegt werden, sagte der VOEB weiter. Pflanzliches gehört in den Bioabfall, Draht zum Altmetall und Styropor, Steckschwamm, Schleifen sowie Kunststoffblumen in den Restmüll.
Allerheiligen gesetzlicher Feiertag, Allerseelen nicht
Allerheiligen ist übrigens in weiten Teilen Europas ein gesetzlicher Feiertag, beispielsweise auch in Teilen Deutschlands, in katholisch dominierten Mittelmeerländern und Frankreich. Allerseelen ist hierzulande kein gesetzlicher Feiertag, an öffentlichen Schulen wird aber kein Unterricht abgehalten. Auch an einigen Universitäten ist der Tag vorlesungsfrei.
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