Nach dem spektakulären Coup beim bekannten Schmuckgeschäft Weikhard in Graz fehlt von den Tätern weiterhin jede Spur. Prominente Juweliere in der Landeshauptstadt geraten immer wieder ins Visier von Kriminellen.
Nach dem Blitzeinbruch beim bekannten Grazer Juwelier Weikhard in der Nacht auf Freitag (wir haben berichtet) fehlt von den Tätern weiterhin jede Spur. „Auf den Überwachungsvideos sind zwei Personen zu sehen, wir können aber nicht ausschließen, dass im Zuge der Flucht weitere beteiligt waren“, sagt Polizei-Sprecher Sabri Yorgun. Die Einbrecher hatten um drei Uhr in der Nacht eine Auslagenscheibe aufgeschnitten und dann Luxusuhren gestohlen.
Räuber kam mit Blumenstrauß
Es war nicht das erste Mal, dass ein prominenter Schmuckhändler mitten in der Grazer Innenstadt ins Visier von Kriminellen geraten ist. Der letzte spektakuläre Fall war ein Raubüberfall beim Traditionsgeschäft Schullin Anfang 2015 – am helllichten Tag.
Ein Mann klingelte mit einem Blumenstrauß in der Hand an der aus Sicherheitsgründen stets verschlossenen Eingangstür. Im Glauben, es handle sich um einen Blumenboten, öffneten die Angestellten dem Mann. Sofort stürmte dieser mit einem Komplizen, der ums Eck gewartet hatte, ins Geschäft und bedrohte die Mitarbeiter mit Waffen (Attrappen).
Die Täter nahmen an die 130 Uhren im Wert von fast 800.000 Euro mit. Nach zunächst gelungener Flucht wurde der Haupttäter später ausgeforscht und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Er soll Mitglied der berüchtigten und international agierenden „Pink-Panther-Bande“ gewesen sein.
DNA überführte Einbrecher
Meist aber schlagen Kriminelle bei Juwelieren in der Nacht zu, und immer beliebter wird die Methode, die Auslagenscheibe mit einem Auto zu rammen. So wie zuletzt vor knapp einem Jahr bei einem Schmuckgeschäft in Gratkorn geschehen. Durch DNA-Spuren im gefundenen Fluchtfahrzeug konnten Ermittler einige Monate später einen der Täter in Rumänen ausfindig machen.
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