Bestattung gilt nach wie vor vielfach als Männerberuf. Bei der Bestattung Kärnten und PAX Bestattung, gemeinsam das zweitgrößte Bestattungsunternehmen Österreichs, zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der Frauenanteil liegt bereits bei 25 Prozent – Tendenz steigend.
An den zwölf Standorten in Kärnten und der Steiermark begleiten immer mehr Frauen trauernde Familien durch eine der schwersten Phasen ihres Lebens, organisieren würdevolle Abschiede und übernehmen Führungsverantwortung. 20 der 80 Bestatter sind schon Frauen. Ob in der persönlichen Beratung, bei der Organisation von Verabschiedungen oder in leitenden Funktionen: Frauen bringen Einfühlungsvermögen, Organisationsstärke und ein offenes Ohr für individuelle Wünsche mit. In der Bestattungsarbeit sind sowohl menschliche Nähe als auch fachliche Kompetenz gefragt – vom ersten Beratungsgespräch über die Planung der Trauerfeier bis hin zur würdevollen Versorgung der Verstorbenen.
„Helfen Menschen in Ausnahmesituationen“
Claudia Matheuschitz, Teamleiterin der Bestattung Kärnten für Klagenfurt und Unterkärnten, kennt die vielfältigen Anforderungen des Berufs aus ihrem Arbeitsalltag: „Unser Job ist nicht immer leicht, aber sehr sinnstiftend. Wir helfen Menschen in Ausnahmesituationen. Gerade bei sensiblen Beratungsgesprächen – unmittelbar nach einem Todesfall oder auch schon zu Lebzeiten, wenn Menschen alles ordnen und regeln möchten – sind Empathie und Struktur gleichermaßen gefragt. „Ein Beruf, der Menschlichkeit und Professionalität verbindet. Auch im operativen Bereich, etwa bei der Begleitung von Trauerzeremonien, bei der Abholung sowie beim Waschen, Ankleiden und der würdevollen Versorgung der Verstorbenen, sind höchste Professionalität und viel Liebe zum Detail erforderlich.
Viele Angehörige wünschen sich, sich am offenen Sarg noch einmal persönlich von ihren lieben Verstorbenen verabschieden zu können. Dieser besondere Abschied kann ein wichtiger Schritt in der Trauerarbeit sein. Neben der fachlichen Arbeit ist es vor allem der persönliche Kontakt mit den Angehörigen, der den Beruf besonders macht.
„Viele Menschen bedanken sich persönlich für die Betreeung. Das gibt uns Kraft für unseren manchmal durchaus anstrengenden, aber zugleich sehr schönen Beruf“, so Matheuschitz. Der steigende Frauenantei verdeutlicht, dass die Branche vielfältige berufliche Perspektiven bietet. Entscheidend ist Menschen in einer Ausnahmesituation professionell und würdevoll zur Seite zu stehen.
Bestattung Kärnten erhielt deutsches Zertifikat
Roman Macher, Geschäftsführer Bestattung Kärnten: „Das Wohlergehen unserer Mitarbeitenden ist uns wichtig. Obwohl wir und auch alle anderen Bestattungsunternehmen praktisch rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit sein müssen, sorgen wir auch dafür, dass Eltern flexible Arbeitszeitmodelle in Anspruch nehmen können.“ Als einziges Bestattungsunternehmen in Österreich wurde das Kärntner Unternehmen heuer mit dem deutschen Zert-Qualitätssiegel ausgezeichnet. Dabei werden von externen Spezialisten alle operativen, organisatorischen Abläufe und Unternehmensbereiche genau überprüft und jährlich evaluiert. „Darauf sind wir sehr stolz“, ergänzt der zweite Geschäftsführer Walter Egger.
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