Die Krux beim Abschied

Bestatter über Trends und strenge Regeln

Niederösterreich
31.10.2026 13:00

Nicht jeder nimmt von seinen Liebsten am Friedhof Abschied, in Niederösterreich aber noch immer die meisten. Dabei liegen das Verbrennen und das Urnengrab an erster Stelle und nicht mehr das klassische Grab. Naturbestattungen werden hingegen weiterhin nur zu einem geringen Prozentsatz genutzt.

Wie wollen wir uns an unsere Verstorbenen erinnern? Mit dieser Frage beschäftigt sich Klaus Ostermann beruflich seit vielen Jahren. Der Innungsmeister der NÖ Bestatter bestätigt: Die klassische Beerdigung auf einem Friedhof bleibt für zwei Drittel der Landsleute die erste Wahl. Heute passiert das aber meistens schon über eine Feuerbestattung, also der Urne. „Friedhöfe werden zudem immer mehr mit der Natur verbunden“, sagt er. Naturbestattungen in einer Wiese oder unter dem Baum, machen zwar nur einen einstelligen Prozentsatz aus, viele Gemeinden bieten sie trotzdem an.

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Als Bestatter muss man respektieren, dass jeder Mensch unterschiedlich trauert.

Klaus Ostermann, Innungsmeister der NÖ Bestatter

Klare Grenzen beim letzten Ritual
Beim Abschiednehmen in der Natur gibt es klare Grenzen. Eine Urnenverstreuung im Wasser, zum Beispiel in der Donau, ist nicht ohne Weiteres erlaubt. „Nur bestimmte, dafür freigegebene Abschnitte kommen infrage.“ Asche löse sich nämlich auch im Wasser nicht in Luft auf. Positiv bei den verschiedenen Möglichkeiten sei, dass man sich mit der Trauer auseinandersetzt, anstatt sie zu verdrängen. Und: „Als Bestatter musst du respektieren, dass jeder Mensch unterschiedlich trauert.“

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