Einfach nur widerlich! Nach dem Formel-1-Rennen von Madrid hat Alpine-Fahrer Pierre Gasly rund 13.000 Morddrohungen erhalten.
Diese Zahl machte der Präsident des Motorsport-Weltverbands FIA, Mohammed Ben Sulayem, in einem Interview mit dem Portal „The Drive“ öffentlich.
„Alleine schaffen wir das nicht“
„Wenn wir diesen Kampf alleine führen, werden wir scheitern. Alleine schaffen wir das nicht“, sagte Ben Sulayem und kündigte ein hartes Vorgehen gegen Hass im Netz an. „Wenn der Hass von einem Zuschauer ausgeht, sperren wir ihn. Wenn sie zur Presse gehören, sperren wir sie, weil wir die Befugnis dazu haben. Und wenn sie sich (im Internet) verstecken, wird die KI sie entlarven.“
Duell mit Colapinto
Gasly selbst hatte die Drohungen bei Social Media gegen seine Familie, seine Freundin und sich selbst nach dem Rennen in Madrid am 13. September publik gemacht. Vorausgegangen war beim Grand Prix in Spanien ein Zweikampf zwischen ihm und seinem argentinischen Teamkollegen Franco Colapinto. Colapinto verlor dabei zwar keine Platzierung, er beschwerte sich aber mehrmals über Funk, dass er aus seiner Sicht unnötig unter Druck geriet.
Im Kampf gegen Hassreden und Cybermobbing im Motorsport und Sport allgemein hat die FIA schon vor Jahren die Initiative „United Against Online Abuse“ ins Leben gerufen. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz sollen dabei Täter im Internet aufgespürt werden.
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