Ein jahrelanger Rechtsstreit um das Schubhaftzentrum Vordernberg endet bald vor Gericht. Im Zuge dessen wurde bekannt, dass das Zentrum derzeit nicht einmal zur Hälfte belegt ist. Die FPÖ tobt und sieht sich in ihrer Kritik bestätigt.
Die private Sicherheitsfirma G4S klagt die Republik Österreich, nachdem seit Jahren über fehlende Stunden und monatliche Zahlungen für Leistungen im Anhaltezentrum Vordernberg gestritten worden ist. Am 11. November beginnt die Verhandlung, bei der es um eine hohe Summe geht, am Zivilgericht in Wien.
Die „Krone“ hat darüber berichtet, und der FPÖ sticht dabei vor allem die derzeit eher niedrige Auslastung ins Auge: Von den 200 Plätzen ist nicht einmal die Hälfte belegt, für Klubobmann Marco Triller ist das „ein Skandal und ein Schlag ins Gesicht jedes Steuerzahlers, der dieses Prestigeprojekt Monat für Monat mit hunderttausenden Euro finanziert“.
Die Freiheitlichen hätten das Gesamtkonzept des 2014 eröffneten Anhaltezentrums von Anfang an kritisiert, bestätigt sieht man sich durch einen Rechnungshofbericht aus dem Jahr 2016. Triller kündigt nun eine parlamentarische Anfrage auf, welche die Causa Vordernberg weiter aufklären soll. „Es braucht eine lückenlose Offenlegung aller Zahlungsflüsse und Verträge rund um das Anhaltezentrum Vordernberg.“
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