Sa, 18. August 2018

Strenger Italiener

16.01.2015 11:44

Schaffner wirft zwei Tiroler Polizisten aus Zug

Ein italienischer Schaffner hat am Mittwoch zwei Beamte der Tiroler Fremdenpolizei kurzerhand aus dem Zug geworfen, weil sie zwar in Uniform, aber ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren. Die beiden sind Mitglieder der "Trinationalen Streifen", die seit vergangenem November in den Zügen zwischen Trient und dem Brenner kontrolliert.

Diese Streifen setzen sich aus Exekutivbeamten der Länder Österreich, Italien und Deutschland zusammen und vollziehen Kontrollen im Sinne der Schengen-Ausgleichsmaßnahmen. "Die beiden Beamten waren auf dem Weg nach Trient, um von dort aus gemeinsam mit den italienischen Kollegen eine Kontrollfahrt anzutreten", erklärte Burkhard Kreutz, Kommandant der in diesem Fall zuständigen Polizeiinspektion Steinach-Wipptal. Die Beamten seien in Uniform und bewaffnet im Zug gewesen. Der Kontrolleur habe sich aber unnachgiebig gegeben.

Auch die Erklärungsversuche eines deutschen Kollegen hätten nicht gefruchtet. Der Schaffner habe sich nicht davon abbringen lassen, die beiden Beamten aus dem Zug zu schmeißen: Die Polizisten mussten in Mezzocorona (Kronmetz) aussteigen. Mittlerweile soll das Kommunikationsproblem aber behoben worden sein. Die italienischen Kontrolleure seien zwischenzeitlich über die "Trinationalen Streifen" informiert worden, hieß es.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.