Um 36,3 Millionen Euro

Zwei neue Röhren fürs Grazer Trink- und Abwasser

Steiermark
28.10.2026 07:00
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Für insgesamt 36,3 Millionen Euro wurde in den vergangenen Monaten das Grazer Wasserleitungsnetz auf neue Beine gestellt. Dieser Tage wurden zwei Projekte für Trink- und Abwasserversorgung gleichzeitig fertiggestellt.

Einerseits wurden die letzten 700 Meter der Trinkwasserleitung vom Wasserwerk Feldkirchen bis zum Karlauer Gürtel erneuert. Die 1950 errichtete Anlage hatte ihre Lebenserwartung längst erreicht, die Schadensanfälligkeit stieg zuletzt deutlich. „Rohrbrüche, die uns immer wieder Sorgen bereitet haben, gehören somit der Vergangenheit an“, betont man bei der Holding.

1950 wurde die Leitung vom Wasserwerk Feldkirchen erbaut.
1950 wurde die Leitung vom Wasserwerk Feldkirchen erbaut.(Bild: Holding Graz)

Trinkwasserleitung aus Süden deckt bis zu 50 Prozent des Bedarfs
In Sachen Versorgungssicherheit hängt viel an dem insgesamt 6,2 Kilometer langen Rohrsystem: Im Normalbetrieb werden etwa 15 Prozent des Grazer Trinkwasserbedarfs über die Leitung abgedeckt, in Spitzenzeiten und bei Störfällen steigt der Anteil auf bis zu 50 Prozent. Gleichzeitig mit den Arbeiten wurde zwischen Puntigamer Brücke und Puchstraße eine Fernwärmeleitung errichtet, auch neue Daten- und Stromkabel wurden gleichsam in einem Aufwaschen mitkoordiniert.

Die Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne, 2. v. re.), Stadtrat Manfred Eber (KPÖ, ...
Die Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne, 2. v. re.), Stadtrat Manfred Eber (KPÖ, li.) und das Holding-Graz-Trio Alice Loidl, Kajetan Beutle und Peter Zorko (v. li.) sprechen von einer Investition in Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit.(Bild: Foto Fischer)

Neues Bausystem bei Speicherkanal Mariatrost
Ebenfalls abgeschlossen wurden die Arbeiten beim Speicherkanal Mariatrost. Dieser soll bei Starkregen zusätzliche Rückhaltekapazitäten bereitstellen und die Gewässer entlasten. Erstmals in Graz kam dabei das sogenannte Microtunneling-System zum Einsatz: Eine zehn Meter tiefe Grube diente als Ausgangspunkt für die Errichtung der 630 Meter langen Röhre. So konnte an der Oberfläche gleichzeitig am Ausbau der Straßenbahnlinie 1 gewerkt werden.

Darin liegt auch der Wermutstropfen für die staugeplagten Verkehrsteilnehmer im Grazer Nordosten: Die erste Bim auf der zweigleisigen Strecke fährt laut Ausbau-Fahrplan erst im Dezember 2027.

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