Bis zu 90 Prozent der im Frühling gesetzten jungen Christbäume sind in der Steiermark vertrocknet. Besonders hart dürfte es dabei den Südosten des Landes getroffen haben. Die Ausfälle könnten in einigen Jahren zum Problem werden, heuer gibt es aber genug steirische Christbäume.
Die Trockenheit hat in diesem Jahr deutlich ihre Spuren hinterlassen. Aber nicht nur Apfel und Kürbis litten unter der Dürre, der Regen fehlte auch den steirischen Christbäumen.
Vor allem in der Südoststeiermark kam es nach dem Setzen der jungen Pflanzen im Frühjahr zu großen Problemen: „Da gibt es gravierende Ausfälle, die durch die Dürre entstanden sind. Bis zu 90 Prozent der jungen Bäume sind vertrocknet“, sagt Martina Lienhart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern.
Ausfälle werden in sechs bis zehn Jahren spürbar
Zwar konnte den entstandenen Dürreschäden vielerorts mit frischen Herbstsetzungen entgegengewirkt werden, das war aber nicht für alle Christbaumproduzenten eine Option. „Im Herbst waren die Bedingungen für die jungen Bäume besser. Das ist aber natürlich eine finanzielle Frage, ob man ein zweites Mal setzen kann“, gibt die Expertin zu bedenken.
Das nahende Weihnachtsfest ist aber nicht in Gefahr: „Die Dürre war ja für die jungen Bäume schlimm. Das heißt, etwaige Ausfälle werden erst in sechs bis zehn Jahren merkbar. Erst dann ist der Baum groß genug, um als Christbaum im Wohnzimmer zu stehen.“
Die Kosten im Anbau steigen auch für uns seit vielen Jahren. Langsam macht sich das auch im Preis der Bäume bemerkbar.
Martina Lienhart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern
Die Aussichten für die kommende Ernte sind gut: „Ich bin zuversichtlich, dass es ausreichend steirische Christbäume geben wird“, beruhigt Lienhart. Allerdings sei auch heuer wieder mit einer moderaten Preisanpassung zu rechnen: „Die Kosten im Anbau steigen auch für uns seit vielen Jahren. Langsam macht sich das auch im Preis der Bäume bemerkbar. Sie werden dieses Jahr wieder etwas teurer, aber die Erhöhung hält sich in Grenzen.“
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