Erfolgreich reanimiert

Tochter rettete Mutter nach Herzinfarkt das Leben

Niederösterreich
28.10.2026 05:00

Das waren dramatische Momente! Mit telefonischer Anleitung reanimierte Irene Steinberger (39) in Niederösterreich ihre Mutter Maria (73), die einen Herzinfarkt erlitten hatte. Nach deren Genesung trafen die beiden Frauen jetzt die Rotkreuz-Helfer, die sie bei der Lebensrettung unterstützt haben.

Wohl unauslöschlich eingebrannt hat sich der 16. Juli dieses Jahres in die Erinnerungen von Irene und Maria Steinberger aus Neustadtl, Bezirk Amstetten. An diesem Tag fühlte sich Maria morgens nicht fit. Ihr Mann hielt später Nachschau – und rief sofort Tochter Irene.

Sofort Notruf gewählt
„Die Lippen meiner Mutter waren bereits blau angelaufen. Ich habe sofort den Notruf 144 gewählt“, schildert die Juristin. Matthias Hannl am anderen Ende der Leitung erkannte den Ernst der Lage. Die Pensionistin hatte im Schlafzimmer einen Herzinfarkt erlitten.

Die Sanitäter Michael Wurzer, Fabian Lechner und Leonie Schindler mit Rotkreuz-Präsident Hans ...
Die Sanitäter Michael Wurzer, Fabian Lechner und Leonie Schindler mit Rotkreuz-Präsident Hans Ebner und Landesgeschäftsführer-Stv. Andrea Winter (v. li.)(Bild: Markus Hechenberger)

Anweisungen übers Telefon
Während sich ein Rotkreuz-Team von Ybbs aus auf den Weg machte, begann Irene Steinberger unter Anleitung von Hannl, ihre Mutter zu reanimieren – und rettete ihr das Leben. Dann übernahmen die Sanitäter Michael Wurzer, Fabian Lechner und Leonie Schindler bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers, der Maria ins Spital flog. Silvia Reitbauer von der Krisenintervention stand gleich nach dem Unglück der unter Schock stehenden Familie zur Seite.

Rotkreuz-Präsident Ebner überreicht Irene Steinberger die Lebensretter-Urkunde.
Rotkreuz-Präsident Ebner überreicht Irene Steinberger die Lebensretter-Urkunde.(Bild: Markus Hechenberger)

Professionell und einfühlsam
Mittlerweile ist Maria Steinberger genesen. Mutter und Tochter wollten sich bei den Helfern von Notruf und Rettung persönlich bedanken. „Sie alle waren für mich Rettungsanker. Ich spürte, ich bin nicht allein in dieser Ausnahmesituation“, betonte die Lebensretterin bei dem Treffen: „Alle waren so professionell – und gleichzeitig so einfühlsam.“ Rotkreuz-Präsident Hans Ebner hob das richtige Handeln von Irene Steinberger hervor: „Sonst wären die überlebenswichtigen ersten Minuten ungenützt verstrichen.“

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