Mit einer jährlichen Dividende von 1500 bis 2000 Euro für jeden haben die 1500 AMAG-Beschäftigten von ihrer Beteiligung auch finanziell profitiert. Der Hauptzweck, warum Metaller-Sekretär Walter Schopf und der jetzige AK-Präsident Johann Kalliauer für die Angestellten-Gewerkschaft vor zehn Jahren die Mitarbeiterstiftung ins Leben riefen, war aber die Absicherung von Standort und Arbeitsplätzen: Ohne die 20 Prozent der Mitarbeiter konnte keiner der beiden 40-Prozent-Eigentümer die Mehrheit der AMAG ans Ausland verscherbeln.
Untereinander aber haben es sich Hammerer und Constantia gerichtet. In einem Syndikatsvertrag haben sie vereinbart, dass sie in Hauptversammlung und Aufsichtsrat „ihr Stimmrecht gemeinsam ausüben“ werden: Kein Syndikatspartner wird den anderen mit einem Nicht-Syndikatspartner überstimmen.
Im Klartext: Eine 60:40-Mehrheit für den, dessen Pläne den Mitarbeitern zusagen, ist ausgeschlossen. Es kann immer nur Einstimmigkeit geben – oder 80:20 gegen die Mitarbeiter. Die gleichen Machtverhältnisse wie bei einem Kauf der Hammerer-Anteile durch die Constantia, über den deren Finanz-Vorstand Helmut Schwager derzeit verhandelt...
Foto: Rubra
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