Wenige Stunden vor seinem Geburtstag erlebt Dortmund-Trainer Niko Kovac einen Champions-League-Abend zum Vergessen. In Norwegen muss sich der BVB Bodö/Glimt mit 0:1 geschlagen geben – anschließend wird vor allem über die Startaufstellung diskutiert. In dieser fehlten übrigens auch beide ÖFB-Legionäre ...
Nach den Bayern erleben auch die Dortmunder einen frostigen Champions-League-Abend in Norwegen. Während die Münchner wenigstens einen Punkt entführen konnten, musste sich der BVB überraschend 0:1 gegen Bodö/Glimt geschlagen geben. Marcel Sabitzer saß dabei über 90 Minuten auf der Bank, für Carney Chukwuemeka reichte es immerhin für einen Kurzeinsatz.
Die Startaufstellung von Trainer Kovac sorgte unterdessen schon vor Anpfiff für Debatten. Denn nach dem 2:2 gegen Werder Bremen in der Bundesliga hatte der Kroate sein Team auf gleich fünf Positionen verändert. Zum Einsatz kamen etwa Konstantinos Karetsas, Joey Veerman und Samuele Inacio, was bei einigen Fans und Experten schon für Stirnrunzeln sorgte.
„Haben nicht stattgefunden“
Auf dem Rasen konnte die Rotations-Elf nicht überzeugen. Gegen mutige Norweger fand man nicht ins Spiel und kassierte schließlich in der 52. Minute das entscheidende Gegentor durch Fredrik Sjövold. „Wir haben bis nach dem Gegentreffer gar nicht stattgefunden. In der ersten Halbzeit haben wir Leidenschaft und Intensität vermissen lassen, den Fußball nicht gespielt, den wir brauchen, um hier zu gewinnen“, redete sich Kovac nach dem Spiel in Rage.
Sein Fazit? „Wir haben zu Recht verloren!“ Doch hat er sich am Ende einfach selbst vercoacht? „Erst nach unserem Vierfachwechsel sind wir besser ins Spiel gekommen und haben das Heft in die Hand genommen“, gab der seit Donnerstag nun 55-Jährige selbst zu und betonte: „Letzten Endes hat jeder Einzelne, der bei uns im Kader ist, die Möglichkeit beziehungsweise die Qualität zu spielen. Das hat nicht geklappt. Das muss ich ganz klar sagen. Das nehme ich dann auch auf meine Kappe. Ich habe die Mannschaft aufgestellt, aber die Leidenschaft hat mir einfach gefehlt.“
Vielleicht erhalten Sabitzer und Chukwuemeka jetzt in der Liga gegen Union Berlin am Samstag die Gelegenheit dem Trainer zu zeigen, dass sie dem Team weiterhelfen können.
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