Neue Masche

Kreditbetrüger ergaunerten über eine Million Euro

Österreich
24.12.2014 09:58
Eine neue und gleichsam perfide Betrugsmasche eines Ehepaars aus Oberösterreich hat nun die Polizei aufgedeckt. Die Eheleute aus Leonding - eine 38-Jährige und ein 40-Jähriger - hatten zum Teil beschäftigungslosen Mitmenschen eine angeblich lukrative "Investitionsform" vorgegaukelt. Ihren Opfern versprachen sie für eine Kreditaufnahme eine Art "Provision", beziehungsweise könnten sie einen Kredit erhalten, den man nicht zurückzahlen müsse. Der entstandene Schaden beträgt mehr als eine Million Euro.

Die Verdächtigen statteten insgesamt 109 Personen - diese rekrutierten sie überwiegend in Österreich, aber auch in Ungarn - mit gefälschten Papieren aus und schoben sie als Darlehensnehmer mit ausreichender Bonität vor.

Beteiligt an der Kreditbetrügerei war auch eine 55-jährige, die als Buchhalterin des Unternehmens Lohnzettel und verschiedene Dokumente fälschte. Damit wurden Banken Kredite herausgelockt. Dabei dürften auch deren Angestellte involviert gewesen sein.

Verdächtige angezeigt
Nach einer Unternehmensprüfung durch das Finanzamt beendete das Ehepaar seine Betrügereien und stieß die Firma an neue Eigentümer ab. Die Buchhalterin allerdings machte weiter und weihte dazu zwei Versicherungsangestellte ein. Erst als diese merkten, dass sich die Polizei für ihre krummen Geschäfte interessierte, hörten sie auf.

Die mutmaßlichen Täter, die sich größtenteils als "nicht schuldig" bezeichneten, wurden auf freiem Fuß angezeigt.

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