Mit KI-gestützten humanoiden Robotern steht der Wirtschaft eine Revolution bevor. Die grüne Mark will jetzt Testregion für die nächste Generation an „Blechkollegen“ werden und dafür EU-Gelder lukrieren.
Industrieroboter haben in steirischen Werkshallen schon vor Jahrzehnten Einzug gehalten – jetzt steht die nächste Revolution bevor: KI-gestützte humanoide Robotik. Oder salopp gesagt: menschenähnliche „Blechkollegen“, die nicht mehr ausschließlich programmiert werden, sondern auch selbst lernen. China gilt hier als Vorreiter, aber auch Europa bzw. Österreich mischen mit. „Die Steiermark verfügt über die Betriebe, die Forschung und das industrielle Wissen, um hier eine führende Rolle einzunehmen“, sagt Herbert Ritter, Vorsitzender des Automatisierungsclusters AT Styria.
Jobs fallen weg, neue Jobs entstehen
Jetzt formt die Branchenplattform ein Konsortium mit Forschungs- und Industriepartnern aus Österreich, Italien und Slowenien, um die Steiermark zu einer Testregion für humanoide Robotik zu machen. Dafür bewirbt man sich um ein mit 18 Millionen Euro dotiertes EU-Projekt. Durch so eine Testregion könnten vor allem kleine und mittlere Betriebe von dieser Technologie profitieren. Mögliche Anwendungen sind etwa Maschinen bedienen, körperlich anstrengende Arbeiten übernehmen oder Material transportieren. Werden die „Humanoiden“ also zu Job-Killern?
Wir haben die Betriebe, die Forschung und das Wissen, um hier eine führende Rolle einzunehmen.

Herbert Ritter, AT Styria
Bild: Christian Jauschowetz
„Es geht nicht nur darum, dass wir Arbeit einsparen, sondern dass wir neue Arbeitsplätze schaffen“, so Ritter. In der steirischen Automatisierungsbranche zählt man rund 44.000 Beschäftigte – seit 2008 ein Plus von 60 Prozent. „Und wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten vier Jahren 10.000 weitere Arbeitsplätze schaffen werden.“
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