Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) zieht Bilanz über seine einjährige Präsidentschaft im grenzüberschreitenden Gremium.
Grenzenlose Kraft. Gemeinsam! Das war bzw. ist das Motto der Tiroler Präsidentschaft in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, kurz Euregio. Noch bis Ende des Jahres hat LH Anton Mattle den Vorsitz inne. Er ist mit dem Vorsatz angetreten, die Euregio sichtbarer und ihre Vorteile für die Bevölkerung verstärkt erlebbar zu machen. Er zählt einige Beispiel auf. Mit der Euregio-Jobbörse wurde heuer zum Beispiel erstmals ermöglicht, grenzüberschreitend Arbeitsstellen zu suchen und anzubieten.
„Uns verbindet mehr als die gemeinsame Geschichte“
„Tirol, Südtirol und das Trentino verbindet weit mehr als unsere gemeinsame Geschichte. Unser Ziel ist, dass die Grenzen zwischen unseren drei Landesteilen im Alltag und in den Köpfen der Menschen immer weniger eine Rolle spielen – am gemeinsamen Arbeitsmarkt, im Bereich der Sicherheit, in Kultur und Sport, bei Angeboten für Familien und natürlich bei der Mobilität über die Grenzen hinweg. Im ersten Jahr unserer Präsidentschaft konnten wir einige konkrete Projekte bereits umsetzen. Diesen Weg wollen wir auch im zweiten Jahr weitergehen“, betont LH Mattle.
Mehr Sicherheit am Berg
Die Ergebnisse des Euregio-Projekts DIGIWAY wurden bereits im Juni auf der Seegrube präsentiert: Das Projekt bietet verlässliche digitale Grundlagen für die Tourenplanung in Tirol, Südtirol und Trentino und macht damit das Bergwandern sicherer. Herzstück ist eine flächendeckende Ausgesetztheitskarte. Um die Sicherheit am Berg im Winter geht es beim Projekt Cairos: Gemeinsame Ausbildungen, eine neue Software und Lawinenszenariokarten bringen die Arbeit der Lawinenkommissionen in der Euregio näher zusammen. Im Bereich der Mobilität wurde ein Euregio-Ticketangebot für Personen von 26 bis 64 Jahren auf den Weg gebracht, das das bestehende EuregioTicketStudents für Studierende ergänzt. Ein weiterer Ausbau für ältere Personengruppen ist derzeit schon in Ausarbeitung.
Insgesamt werden jährlich rund 100 Projekte von der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino organisiert, koordiniert, delegiert oder unterstützt.

LH Anton Mattle
Bild: Christof Birbaumer
Erweitert wurde im ersten Jahr der Tiroler Präsidentschaft auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Mit dem neuen Schuljahr 2026/27 startete zudem die Euregio-Initiative „Euregio macht Schule“ für Schulklassen mit der interaktiven Online-Lernplattform.
„Insgesamt werden jährlich rund 100 Projekte von der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino organisiert, koordiniert, delegiert oder unterstützt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf jungen Menschen. So bringen etwa das EuregioSportCamp, das heuer in Neustift stattfand, oder das Euregio-Jugendblasorchester, das bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten auftrat, Jugendliche aus allen drei Landesteilen zusammen. Studierende erhalten mit der EuregioBrusselsSchool Einblicke in EU-Institutionen“, erklärt LH Mattle abschließend.
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