EU plant Vorsorge

Maul- und Klauenseuche in der Türkei

Ausland
19.02.2006 14:56
Ein genetisch verändertes Virus hat in der Türkei zu einer sprunghaften Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche bei Rindern geführt. Nachdem die Krankheit zum ersten Mal seit Jahren wieder im europäischen Teil des Landes aufgetreten sei, befürchtet man, dass sie über Griechenland und Bulgarien in die EU eingeschleppt werden könne.

Die EU habe deshalb zwei Seuchenexperten in die Türkei geschickt und wolle 2,5 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen. Da es gegen die Maul- und Klauenseuche keine spezifische Behandlung gibt, sind vorbeugende Impfungen das einzige Mittel, um Ausbruch und Verbreitung der Tierseuche zu verhindern.

In Rinderzuchten in Tekirdag und Kirklareli im türkischen Teil Thrakiens wurden 55 Tiere nach Auftreten der Seuche vorsorglich getötet. Das Töten ganzer Bestände sei in der Türkei normalerweise nicht üblich, weil die Entschädigungszahlungen den Staat zu teuer kämen, berichtete Anadolu. Man beschränke sich deshalb auf vorbeugende Impfkampagnen im Herbst und im Frühjahr.

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