Erst im Vorjahr eröffnet, heuer von der Schließung bedroht: Der Rechtsstreit um das Primärversorgungszentrum im obersteirischen Neumarkt sorgt für Schlagzeilen. Längst ist die Landespolitik involviert, der betroffene Arzt beruhigt: „Das Gesundheitszentrum bleibt.“
Das erst im Vorjahr eröffnete Primärversorgungsnetzwerk mit Standorten in Neumarkt und Scheifling (Bezirk Murau) steht vor einer ungewissen Zukunft. Wie berichtet, hat der Neumarkter Bürgermeister Josef Maier im August die Nutzung der meisten Räume im Gebäude von Arzt Wolfgang Auer untersagt, weil diese nicht als Ordination gewidmet sind. Rechtlich sei das notwendig gewesen, argumentiert Maier. Im Hintergrund tobt ein Konflikt zwischen dem Mediziner und dem Ortschef, der (wegen einer medienrechtlichen Sache) bald auch vor Gericht landen wird.
ÖVP-Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl hat sich eingeschaltet und zu einem runden Tisch geladen, die Juristen beider Seiten sind am Zug. Die SPÖ hat zudem eine schriftliche Anfrage im Landtag eingebracht. „Wenn ein Gesundheitszentrum eröffnet wird, muss auch sichergestellt sein, dass es entsprechend betrieben werden kann. Es kann nicht sein, dass Patientinnen und Patienten am Ende die Leidtragenden von ungeklärten Zuständen und rechtlichen Fragen sind“, betont Klubobmann Hannes Schwarz.
„Die Bevölkerung muss nicht verunsichert sein“
Auer zeigt sich jetzt gegenüber der „Krone“ zuversichtlich: „Das Gesundheitszentrum bleibt, die Bevölkerung muss nicht verunsichert sein.“ Neben dem Rechtlichen gibt es aber noch eine weitere Baustelle für Auer: Sein Scheiflinger Kollege Mihnea Lungu, der mit ihm ein Team gebildet hatte, hörte kürzlich auf. Vorerst springen junge Mediziner, vor allem aus Kärnten ein. In den nächten Wochen soll es mit ÖGK und Gesundheitsfonds eine Lösung geben, so Auer.
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