Die erste Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das seit Schulbeginn geltende Kopftuchverbot für Schülerinnen im Alter bis 14 sorgt für Debatten. Wie berichtet, soll eine 13-Jährige auch nach einem klärenden Gespräch mit den Eltern das Bundesgesetz mehrmals missachtet haben.
Die zuständige Neunkirchner Bezirkshauptfrau, Alexandra Grabner-Fritz, bestätigt den aktuellen Fall: „Bei uns ist eine entsprechende Anzeige eingelangt. Wir werden jetzt die notwendigen Verfahrensschritte einleiten und den Sachverhalt prüfen, um möglichst rasch zu einer Entscheidung zu kommen.“
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dazu: „Beim Schutz von jungen Mädchen gibt es bei uns im Land keine Kompromisse! Die Vorschriften sind einzuhalten.“
Zehn Fälle unter der Lupe
„Unsere Gesetze stehen klar über religiösen Vorschriften – das ist nicht verhandelbar“, erklärt auch Landesvize Udo Landbauer (FPÖ). Jeder Verstoß gegen das Kopftuchverbot sei eine bewusste Missachtung von Regeln, Kultur und Identität. Landesweit werden derzeit knapp zehn Fälle untersucht, Gespräche mit Betroffenen sind geplant.
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