Sieg zum Saisonabschluss – aber Leichtathletin Keely Hodginson sorgte am beim Athlos-Meeting vor allem wegen ihres Outfits für Aufsehen. Das ist extravagant, wenn auch nicht ganz neu: Ganzkörperanzüge gab‘s schon bei Olympia 2000 in Sydney.
Aber der Reihe nach: Die Leichtathletin Keely Hodgkinson beendete ihre Saison 2026 am Samstag mit einem Sieg. Beim Athlos-Meeting in London gewann die Engländerin über 800 Meter. Soweit so erwartbar. Die Olympiasiegerin von 2024 trug dabei – und das sorgte für Aufsehen – erstmals einen neuen Ganzkörper-Speedanzug mit Kapuze. Ein Outfit, das sie mit ihrem Sponsor Nike entwickelte. Und das auch noch passend zur London Fashion Week. „Geschwindigkeit trifft Stil“, kommentiert die 24-Jährige ihre neue Wäsch‘.
Historisches Vobrild
Bei vielen Fans weckte der Anzug sofort Erinnerungen an die Olympischen Spiele im Jahr 2000 in Sydney. Damals hatte die australische Läuferin Cathy Freeman vor heimischem Publikum Gold über 400 Meter geholt. Die heute 53-Jährige trat in einem ähnlichen Einteiler an. Hodgkinson wählte für ihren Auftritt nun ein aerodynamisch vergleichbares Modell.
Seltene Anomalie
Neben dem Outfit machte die 24-Jährige auch eine medizinische Besonderheit öffentlich. Nach einem Muskelfaserriss im Vorjahr ließ sie ein MRT durchführen, im Zuge dessen eine seltene Anomalie entdeckt wurde: Ihr hinterer Oberschenkelmuskel ist gespalten, weshalb sie dort zwei Sehnen anstatt einer besitzt. Ihr Körper sei buchstäblich anders gebaut, erklärte die Sportlerin.
Die anatomische Abweichung hat spürbare Auswirkungen. Ist eine Sehne gerissen, kann die Sportlerin aufgrund der zweiten Sehne weiterlaufen. Sie ist jedoch insgesamt anfälliger für Verletzungen. In den letzten Monaten hatte sie mit Rückschlägen zu kämpfen und erlitt im August einen erneuten Muskelfaserriss. Zuvor unterlag sie in Budapest der 22-jährigen Schweizerin Audrey Werro.
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